Wohlig warm & nachhaltig – Wunderstoff Wolle

Sobald der erste Schnee fällt, sehnen wir uns nach kuschelig warmen Pullis und Mützen, hüllen uns in Schals und Decken – am liebsten aus Wolle. Denn die gewebten Tierhaare schirmen uns gegen die Kälte ab und speichern die Wärme auf der Haut. Sie stammen übrigens keineswegs immer vom Schaf. In jedem Fall ist es wichtig, auf Qualität zu achten, auch in puncto Nachhaltigkeit und Tierschutz. Dabei helfen Textilsiegel, denen man wirklich vertrauen kann.

 Die älteste Hose der Welt ist rund 3.300 Jahre alt. Wissenschaftler fanden sie 2014 in einem Höhlengrab in der westchinesischen Steppe. Sie ist aus gutem Grund aus Schafwolle gewebt: Das Haar der Schafe ist wasserabweisend, atmungsaktiv, strapazierfähig, schwer entflammbar, antistatisch – und es reinigt sich auch noch selbst. Zudem ist es unschlagbar in Sachen Temperaturausgleich: Es wärmt im Winter und kühlt im Sommer. Das liegt an der Luft im Innern der Wollfaser, die die Körperwärme speichert und je nach Witterung gegen Kälte und Hitze isoliert – wie eine Dämmschicht.

Überdies kann die Wolle bis zu einem Drittel ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen und durch Verdunstung wieder abgeben, ohne sich klamm anzufühlen. Schlechte Gerüche wie Schweiß verschwinden nach gründlichem Auslüften und Schmutz lässt sich leicht abbürsten, sobald er trocken ist. Das liegt an dem Faserprotein Keratin, das die für den üblen Geruch verantwortlichen Bakterien einfach abbaut. Wolle wirkt also auf natürliche Weise antibakteriell – und zwar dauerhaft, denn die Wirkung lässt nicht nach. Das Tier schützt sich damit vor Infektionen – und für uns wird die Wolle zu einem ganz natürlichen Antibakterium, weshalb sich feine Wollarten auch hervorragend für Unterwäsche und Babybekleidung eignen. 

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Februarheft 2019 lesen.

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