Zahnherde – die unterschätzte Gefahr

In den letzten 50 Jahren arbeiteten Zahnmediziner bei wurzeltoten Zähnen mit hoher Überzeugung darauf hin, diese Zähne unter allen Umständen zu erhalten. Heute stellen neuere Forschungsergebnisse diese Vorgehensweise infrage.

Nachdem der 36-jährigen Schweizerin Anne Bachmann aus Bern drei Weisheitszähne unter Vollnarkose entfernt worden waren, veränderte sich ihr Leben. Die Operationswunden heilten nicht richtig, sie bekam Fieber und der Kiefer war wie blockiert. Wochenlang konnte sie den Mund nicht richtig öffnen. Hinzu kamen Schmerzen, die sich über die gesamte rechte Kopfhälfte zogen – Schmerzen, die so gut wie nie nachließen. „Ich konnte zwar vor Erschöpfung einschlafen“, erinnert sie sich, „aber wenn ich aufwachte, waren die Schmerzen wieder da.“

Eine Odyssee durch Arztpraxen und Kliniken begann. Anne Bachmann war bei Neurologen, bei Rheumatologen, in der Schmerzsprechstunde der Experten der Uniklinik Bern und bei einigen Internisten. Die fanden Entzündungsmarker im Blut, doch die Ursache dafür ließ sich nicht finden. Heilpraktiker versuchten es mit Neuraltherapie, Bioresonanzverfahren und Chiropraktik. In einer Naturheilkundeklinik fand sie durch Heilfasten und andere naturheilkundliche Therapien zu neuer Kraft, doch die Schmerzen im Gesicht blieben davon unberührt. Über Jahre hinweg nahm sie sieben bis acht Schmerztabletten am Tag, die irgendwann nicht mehr wirkten. Durch Zufall kam sie in Kontakt mit...

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Juliheft 2012 lesen.

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