Zeitkarussell – Dem Trend der Beschleunigung entgegenwirken

Tempo, Termine, getaktete Tage: Der Leistungs- und Zeitdruck auf die Menschen steigt immer weiter. Alles muss noch schneller gehen – in der Arbeit wie im Leben. Körper und Kopf machen da eine Weile mit, aber die Seele kommt mit der andauernden Eile schlecht zurecht: Unsere Bedürfnisse und Gefühle brauchen länger, bevor sie spürbar werden. Was passiert, wenn wir sie zu lange gar nicht mehr wahrnehmen, weil wir atemlos durch den Alltag hetzen?

 Mein Vater pflegte die Gewohnheit, mittags für eine Stunde nach Hause zu kommen. Er aß zusammen mit der Familie, im Anschluss daran ruhte er sich aus. Danach ging er wieder zur Arbeit. Das Einhalten der „Mittagsruhe“ war in den 1970er- und 1980er-Jahren weit verbreitet. Der Generation von heute erscheint dies wie das Relikt aus einer versunkenen Welt. Man trifft sich jetzt mittags in der Kantine oder beim Asiaten an der Ecke. Während man das Essen hinunterschlingt, werden wichtige Geschäftsvorgänge besprochen, im Büro war dafür zu wenig Zeit. Mittagsruhe? Keineswegs.

 

•    Den vollständigen Beitrag können Sie im Februarheft 2015 lesen.

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