Zurückhaltung als Stärke – Die große Kraft der stillen Menschen

Träumer werden sie genannt, für schüchtern gehalten. Dabei ist es alles andere als ein Manko, wenn der eigene Energiefluss mehr nach innen gerichtet ist, im Gegenteil. Introvertierte Menschen tragen einen Schatz in sich, den die Gesellschaft erst langsam zu erkennen beginnt. Und der gerade in Zeiten exzessiver Selbstdarstellung ein echter Segen sein kann.

 Stöckchen, Steinchen, Erde – am liebsten beschäftigte sich Sarah mit dem, was sie gesammelt hatte. „Sie ist sehr detailverliebt“, sagt ihre Mutter Eva Daniels. Was für ein Glück für das sechsjährige Mädchen, dass ihre Eltern ihr ruhiges Wesen erkannt haben und schätzen: Da war kein Druck, aus sich herausgehen zu müssen. Das sollte erst passieren, als Sarah in die Schule kam. „Ihre Tochter wirkt verschlossen“, sagte die Lehrerin. Eine „Träumerin“ wurde Sarah genannt. Doch ihre Mutter ließ sich nicht beirren. „Dass unser Kind sich wenig meldet, bedeutet ja nicht, dass es nichts mitbekommt.“

Doch genau diese Einschätzung droht vielen eher stillen, in sich gekehrten Menschen: In einem System, dessen Gesprächskultur stark auf Extrovertiertheit ausgerichtet ist, und in Klassenzimmern, in denen flinke, forsche Wortmeldungen Punkte bringen, gelten sie als unnahbar und unaufmerksam. Laut und aus sich herausgehend – das verbinden viele mit Selbstbewusstsein und Intelligenz. 

 

• Den vollständigen Beitrag können Sie im Septemberheft 2018 lesen.

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