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Antidepressiva


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Verfasst am: 22.08.2016 [10:53]
Shlomo
Dabei seit: 08.01.2015
Beiträge: 5
Hallo, ich bin erst neulich auf einen Beitrag gestoßen, in dem der Zusammenhang von Depression und Homocystein geschildert wurde. B-Vitamine sollen dem Beitrag zufolge zur Senkung des Homocystein-Spiegels und damit zur Minderung von Depressionen geeignet sein. Ich kopier dir folgend den Beitrag einfach:

"Bedauerlicherweise wird bei der Diagnose und Behandlung der Depression selten der biochemische Status erhoben. Die möglichen Auslöser, die verstärkenden Faktoren und die zusätzlichen Belastungen über die Ernährung werden dabei übersehen: Blutzuckerschwankungen, Nahrungsmittelallergien, Unverträglichkeiten mit Weizen-Gluten, Mängel an essentiellen Fettsäuren, Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Mehr als jedes andere Organ in unserem Körper ist unser Gehirn auf eine ständige Versorgung mit Nährstoffen aus Lebensmitteln, Luft und Wasser angewiesen. Wird dieser Fluss auch nur kurz unterbrochen, leiden die Gehirnfunktionen.

Sucht man bei Depressionen oder Schizophrenie nach verdächtigen Zeichen, stößt man oft auf einen Mangel an den B-Vitaminen: B6, B12 und Folsäure.

Leseprobe Dreieck des Lebens
Bei Gemütserkrankungen sind außerdem häufig zwei weitere Nährstoffe im Mangel: langkettige Omega-3-Fettsäuren als Bausteine für Serotonin, sowie NADH, das die Produktion von verschiedenen Neurotransmittern wie zum Beispiel Dopamin, Noradrenalin und Serotonin anregt.

Studien belegen den Zusammenhang zwischen Depression und Folsäuremangel
Seit in den 60er-Jahren zunehmend klinisch zuverlässige Aufzeichnungen bei der Folsäurebestimmung gemacht wurden, kann die schon früher gemachte Beobachtung eines Zusammenhangs zwischen Formen der Depression und megaloblastischer Anämie erklärt werden. Tatsächlich sind Depression und Folsäure eng miteinander verknüpft. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass eine schlechte Folsäureversorgung mit Depression assoziiert ist, und das unabhängig vom Alter. Mindestens ein Drittel der Depressiven hat einen Folsäuremangel. Die Depression und deren Schweregrad sowie die Dauer der Erkrankung ist eng und invers mit der intrazellulären Verfügbarkeit von Folsäure verbunden.

So ist einigen Untersuchungsergebnissen beispielsweise zu entnehmen, dass ca. 30 % der Personen, die unter einer depressiven Erkrankung leiden, einen Folsäuremangel aufweisen.
Im Rahmen einer US-amerikanischen Erhebung durch das Boston Massachusetts General Hospital wurde unter anderem der Zusammenhang von Folsäurespiegel und Ansprechen auf eine medikamentöse Behandlung depressiver Erkrankungen betrachtet. 213 Patienten mit depressiven Beeinträchtigungen erklärten sich für eine Teilnahme an der Studie bereit. Laut der Resultate dieser Studie zeigten Antidepressiva bei Patienten mit einem niedrigen Folsäurespiegel vergleichsweise schlechtere Wirkung als bei Patienten mit einem Folsäurewert im Normbereich. Gleichzeitig waren depressive Symptome bei Personen mit einer zu niedrigen Folsäureversorgung stärker ausgeprägt als bei den übrigen untersuchten Personen. Wurde die Gabe von Antidepressiva bei Patienten mit Folsäuremangel mit einer Zufuhr an Folsäure kombiniert, stieg gleichzeitig die Wirksamkeit verordneter Medikamente.
Aus weiterer Forschung ist ein ergänzender Punkt hinsichtlich der Wichtigkeit von B-Vitaminen abzuleiten: Nehmen an Depressionen erkrankte Menschen ausreichende Mengen an Vitamin B6 und B12 sowie an Folsäure auf, so entsteht als Resultat eines intakten Abbaus von Homocystein das sogenannte SAMe (S-Adenosyl-Methionin). Letzteres kann sich positiv auf die Linderung depressiver Symptome auswirken. Der Homocysteinwert kann dank der Einnahme eines Vitaminpräparates mit einer hochdosierten Kombination der Vitamine B12, B6 sowie Folsäure, wie z.B. Synervit, gesenkt werden.

In einer Studie mit 213 depressiven Patienten am «Boston Massachusetts General Hospital» sprachen diejenigen Patienten mit niedrigem Folsäurespiegel auf Antidepressiva weniger gut an. Dieselben Patienten hatten auch verstärkt tiefe Depressionen. Andere Patienten, die mit schwerer Depression, Schizophrenie oder Borderline-Syndrom diagnostiziert wurden, wiesen auch definitiv einen Folsäuremangel auf. Ihnen wurde zusammen mit ihrer Standard-Medikation auch Folsäure verordnet. Die Wirkung der Medikamente war wesentlich besser als ohne die zusätzliche Gabe von Folsäure. Patienten mit von vorneherein höherem Folsäurespiegel sprechen auf die Therapie mit einem Antidepressivum deutlich besser an.

Der Homocysteinspiegel als Indikator für Vitamin-B-MangelBei Depressionen: Synervit senkt erhöhten Homocysteinspiegel
In einer Studie wiesen mehr als die Hälfte (52%) der teilnehmenden Frauen einen erhöhten Homocysteinwert und niedrige Folsäurespiegel auf. Hier zeigt sich, dass der Homocysteinspiegel ein sehr guter Indikator für Vitamin-B-Mangel ist.

Die B-Vitamine des «Dreiecks des Lebens» unterstützen die Umwandlung von Homocystein. Dadurch entsteht mehr S-Adenosyl-Methionin (SAMe), was wiederum dazu beiträgt, dass das Gehirn besser funktioniert. Forschungen zeigen, dass SAMe allein schon ein sehr wirksames Antidepressivum ist. Die B-Vitamine helfen aber auch durch den Vorgang der Methylierung, dass die chemische Balance im Gehirn aufrechterhalten wird, indem Methylgruppen so bewegt werden, dass neue Substanzen je nach Bedarf gebildet werden können.

Das «Dreieck des Lebens» bzw. die richtige Kombination der drei B-Vitamine trägt also durch zwei Wirkmechanismen zur Behandlung von Depressionen und Schizophrenie bei:

-Methylierung von Homocystein und damit Erhöhung von SAMe als gehirnaktive Substanz

-Erhöhung des Folsäurespiegels im Blut"

(Quelle: http://www.homocystein-netzwerk.de/gefahren-durch-homocystein/depression/depression-und-homocystein/)
Verfasst am: 07.10.2016 [12:53]
Stray_Cat
Dabei seit: 07.10.2016
Beiträge: 7
Shlomo,
interessant was du gepostet hast.
Ich bin kürzlich über ähnliche Hinweise gestolpert im Buch "Medizin der Emotionen" von David Servan-Schreiber. Ich kann das Buch ganz generell sehr empfehlen.
Neben dem Hinweis auf die Zusammenhänge von Omega3-Fettsäuren und Depressionen, habe ich noch über weitere direkte Einflüsse auf das limbische System im Gehirn gelesen.
Zum Beispiel kann eine Sonnenaufgangssimulation zum Aufwachen sehr positiv wirken.
In diesem Buch werden viele verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, wie man auf das Gehirn bei Depressionen, Burnout oder Traumata einwirken kann.
Liebe Grüße,
Cat
Verfasst am: 23.05.2018 [09:37]
Dorris
Dabei seit: 23.05.2018
Beiträge: 1
Hallo,
ich habe aber eine gute Erfahrungen mit Antidepressiva gemacht...Früher war ich mir auch über die Wirkung von Pillen nicht sicher, bis ich selbt diese brauche...Es passiert so, dass ich meinen Lieblingsmensch verloren habe. Es war die schlechte Zeit in meinem Leben, ich bekam einen starken Schlag ..alles ging schief, ich wollte nicht leben. Grausame Gedanken bedeckte mich, sie machten mein Leben kaputt...Meine Freundin möchtete schon nicht, mich in diesem Zustand zu lassen und einmal gingen wir zum Arzt. Mir wurde Depression diagnoziert und Tabletten Trazodon 100 mg verschrieben. Da könnte ich das Haus nicht verlassen, hat meine Freundin mir diese Drogen online bestellt,(weiß es nicht genau, aber es scheint bei pharmacy-weightloss.net),und in sehr kurzer Zeit wurde die Lieferung per Kurier erreicht.
Und ja, mir ging es mit Trazodon besser, es wirkte auch recht schnell, bei mir schon ab dem 3. Tag. Dieses Medikament ist bei mir sehr gut verträglich und wird vom Körper leicht und schnell aufgenommen. Natürlich waren am Anfang geringfügige Nebenwirkungen, leichte Müdigkeit und manchmal Kopfschmerzen, aber danach wurde es Tag für Tag besser.
Meine Behandlung mit Trazodon 100 mg dauerte 2 Monaten. Bis heute fühle ich mich schon normal, ich habe den Verlust schon akzeptiert, neue Gedanken haben mein Leben ganz geändert, kann schon ruhig schlafen und jetz habe ich ein Hobby. Ich begann ein Buch über meine schlechte Vergangenheit und glückliche Zukunft zu schreiben. Deshalb, wenn Sie ein ernstes Problem haben, solltest du das nicht vernachlässigen, Sie müssen handeln! Z.B mir hat Antidepressiva sehr geholfen, und na ja, es gibt verschiedene Methoden, das ist nur meine Erfahrung. Ich bin sehr dankbar, dass Depression schon weg ist!
lg!
Verfasst am: 08.09.2018 [19:58]
Helma33
Dabei seit: 08.09.2018
Beiträge: 3
Ich nehme ebenfalls seit über 7 Jahren schon Antidespressiva (Cipralex). Habe schon etliche Naturheilmittel versucht um die Chemie endlich zu beenden, leider kein Erfolg. Solbald ich die Chemie nicht nehme falle ich stets zurück in mein Burnout. Hat jemand eine andere Erfahrung gemacht ?
Verfasst am: 08.09.2018 [20:29]
Franz Josef Neffe
Dabei seit: 22.08.2013
Beiträge: 77
Keinen Erfolg gibt es nicht.
Du solltest genauer prüfen.
"Sobald ich die Chemie nicht nehme ...." ist zur stets unbewusst wirksamen Autosuggestion geworden - die kannst du solltest du ändern.
Wer sich solange so einseitig beeinflusst an Körper und Seele, sollte erkennen, dass Heilkrisen zum Weg in die Freiheit gehören. Sonst geht Weg tiefer ins Problem hinein.
Wie stark ist dein Immunsystem und dein Vitamin-D-Spiegel? (Siehe auf Youtube Dr.Raimund von Helden und Prof. Dr. Jörg Spitz zu dem Thema! Die meisten Ärzte haben noch kaum Ahnung, wie wichtig es ist.) Schnell und einfach lernst du z.B. auch auf Youtube Gesundheit verstehen + Selbsthilfe von Robert Franz u.v.a.
Guten Erfolg!
Verfasst am: 07.11.2018 [13:26]
Hicter
Dabei seit: 02.11.2018
Beiträge: 24
Iist die Wirkung nicht weniger vernichtend.
Verfasst am: 03.02.2019 [19:36]
Arnica111
Dabei seit: 10.07.2017
Beiträge: 24
Schau mal auf https://cbdkaufen.com/ da kannst du dir CBD Öl bestellen. Dies kann unter Umständen ein Ersatz für Antidepressiva sein.
Verfasst am: 17.12.2020 [13:44]
Whionstan
Dabei seit: 17.12.2020
Beiträge: 2
Ich rate immer von Antidepressiva ab. Ich hatte als jugendlicher Antidepressiver bekommen und würde das nicht nochmal so machen. Viel mehr hat mir die prisma jugendhilfe geholfen. Die Gespräche mit den Mitarbeitern und die Aufgaben die ich dort bekommen habe. Zudem war Sport ein großer Teil meines besseren Empfindens.
Verfasst am: 19.01.2021 [09:06]
michellekneiper
Dabei seit: 18.01.2021
Beiträge: 15
Das ganze Thema Antidepressiva ist schon sehr kontrovers.
Auf der einen Seite Ja, diese Medikamente können einem echt helfen, aber auf der anderen Seite muss man schauen, dass diese einem auch widderum nicht schaden
Verfasst am: 16.02.2021 [17:53]
Der Teufel
Dabei seit: 30.06.2020
Beiträge: 10
Am besten funktioniert mit Stress und Depression Gestalttherapie oder jeder anderen Therapie mit Psychotherapeut. Wenn dies keine diagnostizierte Depression ist, werden seine Konsultationen Wunder wirken.