Herzlich willkommen im NATUR & HEILEN-Forum.
Weitere Informationen zur Nutzung des Forums finden Sie hier:



Forum

Suche im Forum:
Thema ohne neue Antworten

Entzugserscheinungen auf Mirtazapin


Autor Nachricht
Verfasst am: 25.07.2016 [07:11]
rfragt
Themenersteller
Dabei seit: 25.07.2016
Beiträge: 6
Ich (64) habe seit den Wechseljahren, seit 2003, enorme Schlafstörungen. Bin anfangs immer so gegen 2 Uhr wachgeworden und nicht mehr eingeschlafen. Kam damit erst halbwegs zurecht. Dann bekam ich gegen Ängste ein Antidepressivum. Ich glaube, da fingen die Probleme erst richtig an. Bin um halb 4 aufgewacht und konnte dann abends nicht mehr einschlafen. Nach einer wachen Nacht und einer zweiten bevorstehenden wachen Nacht bekam ich aus der Familie eine Schlaftablette und konnte endlich mal wieder gut schlafen. Daraufhin kaufte ich in einer Apotheke ein Präparat, das sie selbst herstellen, halb Natur (Baldrian, Melisse, Hopfen - das wirkt bei mir alleine leider paradox), halb Chemie mit Antihistaminikum. Das habe ich fast zehn Jahre genommen. Dann zum Neurologen. Der verschrieb Mirtazapin. Etwa ein Jahr genommen, 15 Kilo zugenommen, abgesetzt, wieder Antihistaminikum, alles wieder abgenommen. Bis diese Tropfen nicht mehr halfen, bzw. alles eher schlechter wurde. Seit einem Jahr wieder Mirtazapin. Allerdings sehr geringe Dosis, eine Viertel, oft nur eine Achtel Tablette, selten eine halbe am Abend. Habe es auf diese Weise auch irgendwie ausschleichen lassen. Jetzt nehme ich es nur alle paar Abende mal, wenn ich gar nicht einschlafen kann. Aber dazwischen habe ich schreckliche Entzugserscheinungen. Bin um halb drei oder drei endgültig wach, zittere den ganzen Tag innerlich und äußerlich, kann abends nicht einschlafen....
Ich sage es gleich ganz deutlich: Ärzte können nicht helfen. Sie verschreiben nur wieder andere Mittel und mein hochsensibles Nervensystem wird immer weiter durcheinandergerüttelt. Ich weiß wirklich nicht mehr, was ich noch machen soll. Das Mirtazapin möchte ich nicht mehr nehmen, weil es lebertoxisch ist, die Augen schädigt und ich davon zunehme. Kennt jemand diese Situation? Ich würde auch zu einem Geistheiler oder sowas gehen.... In den letzten 13 Jahren habe ich "alles" ausprobiert: Ayurveda, TCM, Schüsslersalze, Bachblüten, Homöopathie, Kräuter, Yoga, Ernährung, tibetische Medizin, Spagyrik usw. Hat mich viel, viel Geld gekostet. Ich weiß momentan keinen Rat mehr. Der Besuch bei einer Frau, die pendelt, hat mir für kurze Zeit etwas Besserung gebracht, aber jetzt ist es wieder schlechter.
Danke für alles

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 25.07.2016 um 07:15.]
Verfasst am: 26.07.2016 [10:33]
Moringabegeisterte Erika
Dabei seit: 28.07.2013
Beiträge: 371
Hallo,

eigentlich schreibe ich hier nur noch selten, bin aber zufällig auf Deinen Artikel gestossen!

Du hast hier geschrieben, daß Du schon sehr Vieles ausprobiert hast, aber nicht, wie lange! Meistens ist ein längeres Durchhalten dabei wichtig, da Naturheilmittel - nicht wie Chemie - oft nicht sofort wirken! Das, was sich über Jahre angesammelt hat, braucht manchmal auch Zeit, damit der Körper sich wieder selbst helfen kann!

Mich würde eher die Vorgeschichte interessieren, Du nanntest die Wechseljahre als Auslöser!

Dabei ist wichtig, daß die Periode eine monatliche Entgiftung beinhaltet und das Wegfallen dieser Entgiftung (Wechseljahre) heißt, daß die Entgiftung nicht mehr stattfindet und auf andere Art erfolgen sollte!
Auch über Wechseljahre habe ich in den vergangenen Jahren hier viel erklärt, habe aber keine Ahnung, wohin diese Artikel nach der Umstellung des Forums verschoben wurden! (war mal unter Frauengesundheit)

Auffällig ist, daß Du auch die Zeit angeben kannst und die ist nach der TCM im Funktionskreis der Leber (von 1 - 3 Uhr), denn die Leber muß für die Entgiftung Schwerarbeit leisten! In der Zeit ab 3.30 Uhr, die Du auch genannt hast, wird die Energie von dem Lebermeridian an den Lungenmeridian abgegeben und das scheint auch nicht problemlos oft nicht richtig vor sich zu gehen!
Du hast nur TCM, Kräuter, Homöopathie, Schüsslersalze etc. genannt, aber nicht was und wie lange TCM, was in der Ayurveda, welche Kräuter, Komplexmittel der Homöopathie oder Klassische Homöopathie (ein großer Unterschied), welche Schüsslersalze...!

Das Hauptthema scheint aber die Entgiftung und Entsäuerung zu sein, auch dazu habe ich hier viel geschrieben, aber wo das jetzt ist???

Es scheint einen Mangel an Mineralstoffen, Vitaminen etc zu geben aber auch einen Überfluß an Säuren und Schlacken, und wahrscheinlich ist die Leber allein mit der Entgiftung überfordert!

Aber das wieder mal hier auszuführen würde zu weit führen!

Liebe Grüße
Moringabegeisterte Erika!
Einen tiefen Schlaf wieder zu erreichen ist garnicht so schwer!
Verfasst am: 26.07.2016 [20:21]
Moringabegeisterte Erika
Dabei seit: 28.07.2013
Beiträge: 371
Hallo,

zu diesem Thema (und auch zu anderen) habe ich auch einen Artikel bei

ww.emev.de/forum

eingestellt, vielleicht auch lesenswert?

Liebe Grüße
Moringabegeisterte Erika!
Verfasst am: 29.07.2016 [08:21]
rfragt
Themenersteller
Dabei seit: 25.07.2016
Beiträge: 6
"romynotiert" schrieb:

hat jemand einen Tipp, wie man die Entzugserscheinungen von Mirtazapin loswird?
Verfasst am: 29.07.2016 [10:36]
Moringabegeisterte Erika
Dabei seit: 28.07.2013
Beiträge: 371
Hallo,

im Forum von EMeV habe ich erwähnt, wie ich Schlaflosigkeit überwunden habe!

Aber Du suchst Hilfe gegen die Entzugserscheinungen allein?

Wie die sich bemerkbar machen, aber leider nicht; ich hatte vermutet, daß es dann wieder um die Schlaflosigkeit als Thema geht!

Da Du schon sehr viele Bereiche versucht hast, wäre es ratsam, Dir einen Heilpraktiker oder einen naturheilkundlich arbeitenden Arzt zu suchen und ihm und seiner Therapie dann auch über einen längeren Zeitraum zu vertrauen!

Ich hatte versucht, zu erklären, wodurch Schlaflosigkeit entstehen kann, aber es gibt m.E. nach keine Pille, die diese Pille einfach durch einmalige Einnahme ersetzt!

Das Medikament hat ja nicht den Grund für die Schlaflosigkeit beseitigt, sondern nur das Symptom!

Wie ich dort im Forum schon geschrieben habe, habe ich - mit viel Geduld - die Schlaflosigkeit in den Griff bekommen mit

ganz bestimmten Schüsslersalzen
und
Ling Zhi/Reishi/Ganoderma lucidum

und ich schlafe nachts tief und fest! Ich habe den Grund für die Schlaflosigkeit beseitigt!

Aber die Entgiftung und Entsäuerung gehört einfach dazu, Basenmittel, Basenbäder, basische Ernährung und die Chemie der Tabletten sollte auch aus dem Körper ausgeleitet werden.

Ganz wichtig ist das Trinken von mindestens 2 Liter klarem Wasser, damit gelöste Stoffe ausgeschieden werden können!

Außerdem muß auch der evtl. bestehende Mangel an Mineralstoffen, Vitaminen etc. beseitigt werden! Z.B. Magnesium ist an über 300 Vorgängen im Körper beteiligt und das Fehlen kann massive Probleme bringen!

Der Körper muß erst wieder die Möglichkeit bekommen, sich selbst regulieren zu können!

Liebe Grüße
und viel Erfolg
Moringabegeisterte Erika!
Vielleicht bekommst Du noch viele Vorschläge, aber immer ist Deine eigene Mitarbeit und Geduld gefragt!
(Manche Heilkundige sehen erst einen Sinn in einer Behandlung, wenn gleichzeitig Basenmittel genommen werden, da sonst oft eine Therapie nicht richtig greifen kann! z.B. bei der Therapie mit Sanum-Mitteln)
Verfasst am: 07.10.2016 [13:51]
Stray_Cat
Dabei seit: 07.10.2016
Beiträge: 7
Hallo Rfragt,

ich kann im Moment sehr gut mit dir fühlen. Ich habe nach 10 Jahren meine Antidepressiva abgesetzt (langsam ausgeschlichen) und leide im Moment auch sehr unter den Absetzsymptomen (Übelkeit, Bauchschmerzen, sowas das sich wie elektrische Stromschläge anfühlt, Schwindel, Sehstörungen, spontanem Weinen und generell labiler Gemütslage usw usf).
Ich bin auch sehr frustriert von Schulmedizinern, die einem einfach nur etwas verschreiben und damit Symptome bekämpfen und sich nicht mit dem Menschen und den individuellen Auslösern und Problemen auseinandersetzen...

Ich kann dir nur sagen, was ich derzeit mache:
Zuerst mal braucht das einfach viel Zeit, bis sich der Körper wieder umgestellt hat. Klingt sehr banal, aber ich übe mich derzeit viel in Geduld. Ich versuche es als einen Teilabschnitt meines Weges zu sehen, der mich weg von den Medikamenten führt. Ich versuche nicht ungeduldig und genervt zu sein, sondern mir immer vor Augen zu halten, dass ich das jetzt einfach brauche!
Außerdem meditiere ich und praktiziere täglich Yoga - das hilft mir sehr. Ich bewege mich einfach jeden Tag, ohne darüber nachzudenken, ob ich das gerade will oder wie es mir geht. Ich sehe das wie ein Ritual, das ich täglich wiederhole. Dabei ist es glaube ich völlig egal, welche Bewegung man macht (Yoga, Laufen, Spazieren gehen, schwimmen...) - es muss einem einfach grundsätzlich Freude machen.
Daneben achte ich auf gesunde Ernährung und viel Wasser täglich - ohne mich sklavisch an irgendeine Diät zu halten.
Ich führe auch Tagebuch, um zu sehen, wann es mir besser geht und wann schlechter - so kann ich es mir in Erinnerung rufen, dass es auch gute Tage gibt, wenn es gerade sehr mies ist.
Wenn die Symptome dann akut sehr stark sind helfe ich mir mit Atemübungen zur Beruhigung. Einfach ganz tiefe Bauchatmung über mehrere Minuten (das sollte man im Nicht-Akutfall auch mal üben, damit man es im Notfall dann auch anwenden kann).

Ich weiß das klingt alles sehr unkonkret und mühsam, aber so ist es leider, wenn man Medikamente absetzt, die so stark auf den Körper wirken. Man muss sich selbst die Zeit geben, damit fertig zu werden.
Ich kenne auch Angstattacken, die ich immer wieder habe. Vor allem die Angst vor der Angst ist da schrecklich. Dabei hilft mir eine Gesprächstherapie sehr und davon abgesehen auch hier Atemübungen im Akutfall.
Natürlich kann man mit all diesen Sachen keinen Effekt "über Nacht" erzielen, aber man muss trotzdem auf Dauer dabeibleiben. Ich glaube man darf einfach auch nicht erwarten, dass alternative Methoden genau so schnell wirken, wie Medikamente. Es braucht viel Zeit und Geduld, um die Wirkung solcher Methoden zu merken. Dafür sind sie sehr viel nachhaltiger und bringen einfach nicht alles im Körper und in der Seele aus der Balance. Es zahlt sich also aus. Aber auch ich habe Tage, wo ich sehr verzweifelt bin und mir "schnelle Akuthilfe" wünsche.

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und hoffe, dass es dir bald besser geht!
Alles Liebe,
Cat