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Thema ohne neue Antworten

Praxis und Chef gehen in Rente?


Autor Nachricht
Verfasst am: 02.05.2018 [14:07]
elfchen34
Themenersteller
Dabei seit: 09.02.2018
Beiträge: 69
Grüß euch!

Ich habe eine Frage, die mir seit einigen Tagen schwer im Magen liegt. Ich bin Zahnarzthelferin in einer Praxis in der Innenstadt und habe in einem Gespräch mit meinem Chef gemerkt, dass er schon mit dem Gedanken spielt, in nächster Zeit in Rente zu gehen.

Diese kleine Bemerkung beschäftigt mich, denn ich bin alleinerziehende Mutter und komme mit meinem aktuellen Gehalt gerade so über die Runden. Wenn ich längere Zeit arbeitslos wäre, wäre es eine mittelschwere Katastrophe für uns.

Jetzt wüsste ich gern, wie offen ich nachfragen darf, wann er sich das vorstellt oder ob ich mich schon nach anderen Stellen umsehen kann.

Ich brauche für mein Kind einen sicheren Job!
Verfasst am: 02.05.2018 [15:04]
Magdalenchen
Dabei seit: 21.07.2016
Beiträge: 98
Hey,
das ist absolut verständlich und meiner Meinung nach hast du ein Recht darauf, zu erfahren, wie es für dich weitergeht.
Ein Arbeitgeber hat Verantwortung gegenüber seinen Angestellten. Darum kann ich mir nur schwer vorstellen, dass er dir böse ist, wenn du ihn danach fragst. Wenn du ein direktes Gespräch scheust, kannst du ihm auch eine Mail oder einen Brief schreiben.

Wenn du dann deine Ängste äußerst, wird er sich sicher bemühen, dir einen guten Übergang zu ermöglichen.

Mach dir nicht zu viele Gedanken, Ärzte sind gut vernetzt und er kann dir bestimmt helfen, bei einem Kollegen unterzukommen.

Gute Arzthilfen sind rar! ;)
Verfasst am: 03.05.2018 [10:36]
Sebsi2
Dabei seit: 20.02.2017
Beiträge: 86
Hallöchen,

ich sehe das ähnlich. Ein verantwortungsvoller Chef informiert seine Angestellten rechtzeitig oder steht zumindest Rede und Antwort, wenn er darauf angesprochen wird. Ich bin mir recht sicher, dass die Bemerkung unbedacht war und nichts mit der nahen Zukunft zu tun hatte.

Meine Eltern haben 15 Jahre davon gesprochen, sich zur Ruhe zu setzen, bevor sie es getan haben. Denn wenn man seinen Job gerne macht und auch sein soziales Umfeld mag, zögert man sehr lange, selbst wenn man laut darüber nachdenkt, wie der Ruhestand aktuell aussehen würde.

Dennoch musst du irgendwann fragen, wie es mit dir weitergeht, wenn er die Praxis nicht mehr weiterführt.
Verfasst am: 03.05.2018 [13:06]
elfchen34
Themenersteller
Dabei seit: 09.02.2018
Beiträge: 69
Meine Sorgen sind, dass ich nicht schnell genug einen neuen Arbeitsplatz finden kann oder meinen derzeitigen Arbeitgeber zu nahe trete und das derzeitige Arbeitsklima verschlechtere. Zudem habe ich gehört, dass etliche Zahnärzte in den kommenden Jahren in Rente gehen und dass der Arbeitsmarkt dann überschwemmt wird mit ZahnarzthelferInnen und Praxispersonal.

Darum überlege ich aktuell, ob ich nicht lieber in einer neueren Praxis anfangen soll.

Was meint ihr dazu?
Verfasst am: 03.05.2018 [13:13]
Magdalenchen
Dabei seit: 21.07.2016
Beiträge: 98
Über diesen Generationenwechsel habe ich auch etwas gelesen.

Scheinbar wird wirklich damit gerechnet, dass zeitnah rund 50% aller Zahnärzte in Pension gehen. Einerseits bietet das eine tolle Chance für jüngere Ärzte, andererseits wird das mancherorts auch für kurze Perioden der Verwirrung sorgen.Denn viele Praxen werden mit Sicherheit übergeben samt Inventar und Personal, während andere länger freistehen werden und möglicherweise auch schließen.

Hier kannst du das auch nachlesen:
http://medizin-aspekte.de/99196-die-wichtigsten-behandlungsmethoden-beim-zahnarzt/

Meiner Ansicht nach, wäre das Gespräch mit deinem Chef der erste Schritt. Selbst wenn er infolgedessen beleidigt ist, wird er dich sicherlich noch so lange beschäftigen, bis du einen neuen Arbeitsplatz gefunden hast. Das ganze ist ja schließlich auch auch gesetzlich und im Arbeitsvertrag festgelegt.

Und im besten Fall hat er schon einen Interessenten und informiert dich über die Zukunft der Praxis.
Verfasst am: 04.12.2021 [19:39]
Riefenberger2
Dabei seit: 20.01.2019
Beiträge: 334
Auf http://weser-ems-wirtschaft.de/index.php/2021/11/30/zahl-der-langzeitarbeitslosen-menschen-erneut-gesunken/ ist zu lesen, dass Langzeitarbeitslose immer weniger in der Gesellschaft vertreten sind. Ich denke es geht sehr flott, dass du wieder eine neue Stelle findest. Denn Praxen gibt es ja wie Sand am Meer. Und sicher ist es eine gute Chance nun vielleicht auch etwas mehr zu verdienen.