ERNÄHRUNG

Schmerzende und geschwollene Gelenke bei Rheuma, dazu noch die Nebenwirkungen der Medikamente – bei derart krankheits- wie auch therapiebedingtem Leidensdruck ist die Bereitschaft groß, die Ernährung umzustellen und auf pflanzenbetonte Vollwertkost umzusteigen. Doch nicht nur bei Rheuma, auch bei Krankheiten wie Endometriose oder Post-Covid-Syndrom spielen Entzündungsgeschehen eine große Rolle. Auch in diesen Fällen lohnt es sich, die Ernährung genauer unter die Lupe zu nehmen. Die jahrtausendealte empirische Ernährungsheilkunde der Traditionellen Chinesischen Medizin kann hier wertvolle Hilfe leisten.
Insbesondere mit dem Einzug der industrialisierten Wohlstandsernährung haben entzündliche Krankheitsgeschehen massiv zugenommen. Dabei hat sich ein Inhaltsstoff als besonders entzündungsfördernd herausgestellt: die Arachidonsäure. Diese ist ausschließlich in tierischen Nahrungsmitteln enthalten, d. h. in Wurst und Fleisch sowie in Milch und Milchprodukten. Umgekehrt ausgedrückt: Eine pflanzenbasierte Ernährung wirkt entzündungslindernd.

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Was in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bereits seit Jahrhunderten bekannt ist, wurde in den letzten Jahren durch zahlreiche wissenschaftliche Studien bestätigt, u. a. durch die internationale Lykokard-Studie, die zwischen 2006 und 2011 stattgefunden hat*: War deren Forschungsziel ursprünglich ausgerichtet auf die positiven Wirkungen der Tomate auf verkalkende Blutgefäße und Herzinfarkt-Prävention, kristallisierte sich insbesondere die antientzündliche Wirkung des Tomateninhaltsstoffs Lykopin heraus. Und auch große, über viele Jahre hinweg angelegte Studien haben auf die beeindruckenden Zusammenhänge zwischen einer vollwertigen pflanzenbasierten Ernährung und der Prävention bzw. Linderung entzündlicher Geschehen bis hin zu Krebs verwiesen, wie etwa die Mitte der 1990er-Jahre gestartete europäische EPIC-Studie.
Diese wurde in 10 Ländern Europas mit über einer halben Million Teilnehmern durchgeführt und hatte eine Studiendauer von 11 Jahren. Die daraus resultierende Empfehlung ist mittlerweile allseits bekannt: die sogenannte mediterrane Ernährungsweise. Diese jedoch beinhaltet Aspekte, die heutzutage immer schwerer umsetzbar sind, wie etwa den Konsum von Seefisch. So ist Fisch, der nicht aus Bio-Aqua-Kulturen kommt, mittlerweile so stark belastet, dass manche Ernährungswissenschaftler den normal gefangenen Seefisch auch als „giftigen Sondermüll“ bezeichnen. Hinzu kommt die Problematik der überfischten Weltmeere.
Weiterhin erschwert ein biologischer Mechanismus eine bewusste Ernährungsumstellung: Sowohl die Ernährung wie auch die Sexualität sind die beiden wichtigsten Ur-Überlebens-Triebe des Homo sapiens. Der Trieb, sich fortzupflanzen, sichert den Fortbestand der Menschheit, der Trieb, Nahrung aufzunehmen, jenen des Individuums. Dabei schaltet der Ur-Trieb „Ernährung zur Existenzerhaltung“ auch bei wohlgenährten westlichen Menschen den Verstand aus, was eine Erklärung dafür sein könnte, weshalb Diäten immer wieder zum Scheitern verurteilt sind. Wenn es jedoch möglich wäre, die Ernährung des Einzelnen so zu gestalten, dass die Gier nach Süßigkeiten oder Chips gar nicht erst aufkommen würde, wäre das der beste Weg zu einer Heilung „durch die Küche statt durch die Apotheke“, wie es schon der bekannte Wasser- und Naturheilkundler Sebastian Kneipp postulierte.

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Ernährung in der TCM: die Grundpfeiler
In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist die primäre Wiederherstellung und Pflege eines funktionierenden Stoffwechsels, die Wiederherstellung der sogenannten Mitte, der zentrale Startpunkt einer ganzheitlichen Behandlung. Die „Mitte“ steht dabei nicht nur für gesunde Ernährung und Energiegewinnung, sondern auch für innere Balance und Harmonie, sprich für somatisches (körperliches) und psychisches Verdauen.
Innerlich wärmen oder kühlen
Der erste Unterschied zwischen einer westlichen Ernährungsberatung und der Herangehensweise der TCM ist die Einteilung der Nahrungsmittel gemäß ihrer inneren Temperaturwirkung. Diese wird zentral mitbestimmt durch den Wassergehalt des jeweiligen Nahrungsmittels. Je höher der Wassergehalt, desto kühlender ist das entsprechende Produkt. Beispiele für Nahrungsmittel mit einem hohen Wassergehalt sind etwa Wassermelonen, Schlangengurken, rohe Tomaten, Orangen oder auch grüne Blattsalate.
Die TCM setzt die jeweilige Temperaturwirkung gezielt ein, indem sie bei entzündlichen Erkrankungen die „Hitze“-Symptome schlichtweg durch eine angepasste, primär pflanzenbasierte Ernährung kühlt. Bei Fleisch ist es so, dass es umso weniger Wasser enthält, je röter es ist. Und je weniger Wasser, desto mehr nährt es regelrecht die Entzündungen. Darüber hinaus spielen natürlich auch die im Fleisch enthaltene Arachidonsäure sowie das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren eine zentrale Rolle im Entzündungsgeschehen, wie Studien zeigen konnten.

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Yin und Yang
Meist wird dieses Begriffspaar mit Gegensätzen wie warm/kalt, hell/dunkel, feucht/trocken etc. beschrieben. Aus westlicher Sicht leichter nachzuvollziehen ist die wörtliche Übersetzung: Yin ist „die Schattenseite des Berges“. In der schattigen Kühle findet ein Samenkorn Feuchtigkeit und Nährstoffe, Neues kann entstehen und gedeihen. Verdauungstechnisch steht Yin einerseits für Nährstoffe, die wir zuführen, und andererseits für das, was wir daraus herstellen: Substanz, Gewebe, Materie.
Die TCM kennt schon seit Jahrhunderten die Geißel unserer Zivilisation: Wer zu viel Yin-Nährendes konsumiert wie (Weiß-)Mehl, Zucker, aber auch Milch, erstickt das Verdauungsfeuer, was zur Verschlackung führt – gerade so, als würde ein Sack voller Sägespäne auf ein Lagerfeuer gelegt: Das Feuer erstickt, unser Ofen „verrußt“. Statt sauber zu trockener Asche abzubrennen, entstehen Schlacken. Die Symptome beginnen mit Völlegefühl, Magenübersäuerung, Blähungen und Darmträgheit und gehen längerfristig über in „heißen Schleim“: in Entzündung oder stagnierenden, sich zusammenballenden Schleim, sprich Tumore bis hin zu Krebs (maligne Tumore). Welch treffende, wenn auch blumige Beschreibung der krankmachenden Vorgänge einer Entzündung!
Yang hingegen steht für die „sonnenbeschienene Seite des Berges“. Hier spielen Kinder, hier wuselt eine Eidechse, hier wird Energie für Aktivitäten verbraucht. Yang bedeutet Funktion und Dynamik. Das Yang des Verdauungstrakts ist erlebbar in der Verdauungskraft, im Verdauungsfeuer, und kann gestützt werden durch „yangisierende“ Nahrungsmittel/Inhaltsstoffe wie Bitterstoffe aus Bittersalaten und Bitterkräutern, aber auch aus Kaffee oder Schwarztee.

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Die 5 Anteile des Yin/Yang-Systems
Eine weitere Facette der traditionellen chinesischen Ernährungslehre ist die Beurteilung der Nahrungsmittel nach den sogenannten 5 Elementen: Holz, Feuer, Metall, Wasser und Erde. Besser verständlich aus westlicher Sicht sind die Bezeichnungen „Symbole“ oder „Aktivitätsrichtungen“, anschaulich nachvollziehbar am Jahreslauf eines Apfelbaums:
Im Frühjahr ist der Apfelbaum voller angespannt wartender Energie, dem (noch) kleinen Yang. Bei ausreichend Sonnenschein und Wärme treibt der Apfelbaum aus, erst sprießen grüne Blätter, dann die Blüten. Beim chinesischen Symbol Holz dürfen wir also nicht an die hiesige hölzerne Eiche denken, sondern an den saftigen, biegsamen, spannkraftgeladenen Bambus. Übertragen auf die menschliche Physiologie ist es die „wartende Energie“, d. h. die Spannkraft, die wir mithilfe unserer Sehnen und Muskeln erzeugen.
Dem Element Holz ist die frisch-säuerliche Geschmacksrichtung zugeordnet, vor allem generiert aus Frühlingsgemüse: aus Sprossen, Keimen, noch nicht ganz Gereiftem sowie aus Frühlings-Rohkost – alles sehr gesund, jedoch benötigen wir ein kräftiges Verdauungsfeuer.

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Das höchste Maß an Aktivität, das ein Apfelbaum erzeugen kann, das große Yang, sind seine Äpfel: Sie reifen in der Feuer-Hitze des Sommers. Des Menschen höchste Aktivität ist seine Kreativität, seine Vorstellungskraft. Die Geschmacksrichtung ist das vom Feuer berührte Bittere, Verbrannte wie Kakao, Kaffee oder Schwarztee, aber auch bittere Salate – Nahrungsmittel, die nicht nur unsere Verdauung, sondern auch unseren Geist anregen.
Im Herbst macht die Energielinie eine Wende, sie geht zurück nach unten, nach innen, wird zum kleinen Yin. Die Apfelernte wird eingebracht. Der Richtungspfeil überschreitet die Grenze von außen nach innen, so, wie Metall in Form eines Spatens die Erdoberfläche aufbrechend das Innere nach außen kehrt oder wie ein ritterlicher Schutzschild vor Grenzüberschreitung schützt. Nachvollziehbar, dass Nasen- und Bronchialschleimhäute dem Element Metall zugeordnet sind, ebenso die Außen-Innen-Grenzflächen Darm und Haut. Und was kann die Nase gesundheitsfördernd reizen? Die Schärfe von z. B. reifem Herbstgemüse wie Rettich, Senf oder Meerrettich.
Um nicht zu verderben, bedarf es im Winter schließlich einer Haltbarmachung der Äpfel: kühle Lagerung, Saften, Mosten, Einkochen, d. h. ein Erstarren weiterer Entwicklung – wie Wasser, das zu Eis erstarrt und damit den Fischen hilft, in der Tiefe zu überleben. Beim Menschen verleihen vor allem die Knochen „starre“ Stabilität, Zähne ermöglichen das individuelle Überleben ebenso wie die Keimdrüsen Eierstöcke/Hoden das Überleben der ganzen Spezies: das große Yin des Elements Wasser. Geschmacklich geht es um Salziges wie Seefisch, aber auch um haltbare Hülsenfrüchte – von Linsen über Lupinen und Bohnen bis hin zu Tofu.

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Was aber bringt nun eine Energielinie dazu, ständig wiederkehrend auf- und abzuschwingen, zu einer Sinuskurve zu werden? Hierfür bedarf es eines zentrierenden Mittel- oder Sollwerts: des harmonisierenden, balancierenden Elements Erde, des Yin im Yin. Die Erde steht an den Übergangspunkten zwischen den Jahreszeiten, womit die beiden differierenden Darstellungen der alten TCM verständlich erscheinen, die das Element Erde entweder als Mittelpunkt oder aber als „Spätsommer“ betrachten.
Wonach greifen wir, wenn wir aus unserer Mitte geworfen werden, etwa durch Liebeskummer oder Stress? Was „erdet“ und beruhigt selbst den schreienden Säugling? Das Süße! Gemeint ist eine natürliche Süße aus den besonders bekömmlichen Nahrungsmitteln wie etwa süßlichem Wurzelgemüse, z. B. Karotten und Pastinaken, aber auch aus Kürbis, Kartoffeln, Mandeln, Cashewnüssen und Hirse. Wer bewusst mehr dieser Natursüße genießt, beruhigt damit ganz natürlich den Heißhunger auf industriell hergestellte Süßigkeiten.

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Die Organuhr
Gemäß der chinesischen Organuhr kreist die Lebensenergie Qi im Körper und verweilt dabei immer für 2 Stunden verstärkt in einem bestimmten Organ, in welchem sie ein Wirkoptimum entfaltet. Bis heute wurde diese Sichtweise der TCM noch nicht wissenschaftlich bestätigt. Verblüffend ist jedoch, dass die altchinesischen Zeitphasen übereinstimmen mit den Statistiken der Notambulanzen – also zu welchen Zeiten z. B. die meisten Asthma-Anfälle, Gallenblasenkoliken oder Herzinfarkte eingeliefert werden.
Ein Energiemaximum im Magen bzw. dem entsprechenden Funktionskreis Milz-Pankreas liegt laut Organuhr beispielsweise von 7 Uhr morgens bis 11 Uhr vormittags vor. Dieser Zeitrahmen entpuppt sich als erstaunlich deckungsgleich mit unserer westlichen Volksweisheit „Frühstücken wie ein König, Mittagessen wie ein Edelmann und Abendessen wie ein Bettler“.
Der Magen als Kochtopf
Die TCM sieht unseren Magen ganz pragmatisch wie einen Kochtopf. Wird Rohkost reingeworfen, so muss diese erst auf die Körperkerntemperatur von 37 °C „erhitzt“ werden, zunächst einmal muss also Energie reingesteckt werden. Geschwächte Menschen verstehen, was damit gemeint ist: Eine Rohkost-Platte liegt für sie im Magen wie ein Backstein, eine Suppe mit gegartem Gemüse hingegen fühlt sich leicht an und macht keine Probleme.
Keine Angst: Auf vitaminreiches, rohes Obst und Gemüse muss dennoch keiner verzichten – die Menge macht’s, ebenso wie die Essenszeit gemäß der Organuhr.

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Entzündungshemmende Ernährung am Beispiel von chronischen Erkrankungen
TCM-Ernährung und Endometriose
Die TCM beschreibt die beobachtbaren Symptome einer Endometriose als „Blut- und Schleim-Zusammenballungen, die sich erhitzen“, was genau dem entspricht, was ein Chirurg im Unterbauch einer Betroffenen vorfindet. Um die Beschwerden zu lindern, bedarf es laut TCM kühlender Nahrungsmittel, speziell des Elements Wasser, wie etwa Hülsenfrüchte – d. h. Nahrungsmittel mit Bezug zu den Keimdrüsen.
Um speziell die Entzündungen zu beruhigen, sollte weniger erhitzendes dunkles Fleisch gegessen werden, höchstens gelegentlich etwas helles Fleisch von Pute oder Huhn. Noch wichtiger ist jedoch, die Schleimbildung zu verhindern. Dazu empfiehlt die TCM, zu „yinige“ Nahrungsmittel wie Milch und Milchprodukte deutlich zu reduzieren. Außerdem sollte das Blut bewegt werden, z. B. durch Kräuter-Gewürze und Akupunktur.
Viele dieser Erkenntnisse wurden mittlerweile auch in der westlichen Wissenschaft bestätigt. So wurde erst kürzlich u. a. nachgewiesen, dass die mit Östrogensulfat belastete Industriemilch eine Endometriose verstärken kann, und in der Schulmedizin werden die Blut-Schleimhaut-Inseln noch immer mit einer Art „Antihormon“ therapiert. Warum also nicht die TCM mit ins Boot holen und hormondurchsetzte Nahrungsmittel wie Milch und Milchprodukte reduzieren, ebenso wie erhitzende, entzündungsfördernde Stoffe aus dunklem Industriefleisch?
Ballaststoffhaltige pflanzliche Vollwertkost kann sogar Endometriose-fördernde Östrogene aus der Nahrung binden! Hierzu eignet sich z. B. aromatisch gewürzter Couscous, am besten aus ballaststoffhaltigem Dinkelvollkorn, mit viel klein geraspeltem Gemüse. Auch die Versorgung mit knochenstärkendem Calcium funktioniert kuhmilchfrei tadellos, z. B. über das Sesam-Gewürzsalz Gomasio oder das aromatisch-süßliche Müsligewürz GomaSusa im morgendlichen Hafermüsli. Sesam enthält reichlich pflanzliches Calcium.

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TCM-Ernährung und Rheuma
Auch bei Rheuma spielt der „heiße Schleim“ eine wichtige Rolle in Form der entzündeten Gelenksflüssigkeit, doch stehen hier die überwärmten und geröteten, schmerzenden Gelenke im Vordergrund. Folgerichtig empfiehlt die TCM, mit wasserhaltigen Nahrungsmitteln zu „löschen“.
Leidgeplagte, die bereit sind, einen Monat lang den Test mit reichlich Salaten und Gemüse zu versuchen, werden schon bald eine Wirkung spüren. Da Standard-Antirheumatika zudem die Leber belasten, sollten Nahrungsmittel des Elements Holz (z. B. Tomaten, Zitronen oder Sauerkraut) bevorzugt werden, die der Leber zugeordnet sind.
„Das Rheuma leckt die Gelenke und beißt das Herz“, lehren die Fachbücher der Inneren Medizin. Will heißen: Rheuma-Betroffene spüren zwar hauptsächlich die Gelenksymptome, jedoch greift die Erkrankung langfristig auch das Herz an. Von daher profitieren Rheuma-Betroffene doppelt von einer pflanzenbetonten Kost, ist sie doch frei von blutgefäßverkalkenden Inhaltsstoffen und hält das Blut schön dünnflüssig – beides Pluspunkte für ein gesundes Herz. Hierzu empfiehlt die TCM vor allem grünes Gemüse: von Romanesco über Brokkoli bis hin zu Wirsing.

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TCM-Ernährung und Post-Covid
Auch beim noch relativ jungen Krankheitsbild des Post-Covid-Syndroms konnten in der TCM mittlerweile neue Erkenntnisse gewonnen werden. Zusammengefasst geht es auch hier primär um Entzündlichkeit, teilweise sogar um Entzündungsreaktionen der Blutgefäßinnenwände. Die Betroffenen quälen sich mit einem eklatanten Leistungsverlust, mit Erschöpfung, Kurzatmigkeit und Muskelschmerzen.
Auch dieses Entzündungsbild kann dank der beobachtenden, die Symptome wahrnehmenden Herangehensweise der TCM individueller angegangen werden, als es die meist verallgemeinernde westliche Ernährungswissenschaft vermag. Zusätzlich zu einer antientzündlichen, pflanzenbetonten Vollwertkost berücksichtigt die TCM bei Post-Covid vor allem auch den deutlichen Energiemangel. Dieser sollte zum einen ausgeglichen werden durch hochwertige, Energie liefernde Nahrungsmittel wie beispielsweise fermentierte, d. h. „vorverdaute“, Nahrungsmittel wie Tofu.
Gleichzeitig sollte unser innerer Kochtopf aber auch „energiefreundlich“ gefüllt werden, d. h. mit warmen gegarten Speisen. Post-Covid-Betroffene tanken am besten auf mit bekömmlichen Nahrungsmitteln des Elements Erde und mit Lebensenergie stärkenden Produkten des Elements Wasser. Schöne Beispiele hierfür sind Eintöpfe, etwa mit großen weißen Bohnen und Kartoffeln, oder auch Wurzelgemüse mit verdauungsunterstützenden Gewürzen wie Kardamom und Ingwer, angemacht mit Lykopin-haltiger Tomatensoße. Kräftigende sekundäre Pflanzenstoffe wie Carotinoide, pflanzliche Eiweiße, antientzündliches Lykopin und das Gingerol des Ingwers – was für eine Gesundheits-Power im Kochtopf!

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Ein Fest für Augen und Gaumen ist auch der Hirseauflauf mit Möhren. Hirse versorgt nicht nur mit hochwertigem pflanzlichem Eiweiß, sondern auch mit natürlicher Kieselsäure für Haut und Haar – beides leidet unter langwierigen Mangelsyndromen wie etwa bei Long Covid.
Morgens liefern vor allem feine Vollwerthaferflocken hochbekömmliche Kraft, aromatisch verfeinert mit ebenfalls verdauungsunterstützenden Gewürzen wie Nelken, Zimt, Ingwer und Kardamom – und nicht zu vergessen mit stimmungsaufhellender Vanille. Ein besonderes Augenmerk sollten Erschöpfte zudem auf die Verdauungszeiten der Organuhr haben, d. h. die Hauptmahlzeiten morgens und mittags zu sich nehmen.
Bei langwierigen chronischen Erkrankungen mit einer starken entzündlichen Komponente wie etwa Post-Covid, Rheuma oder Endometriose reicht eine gesundheitsbewusste Ernährung als komplementärtherapeutisches Standbein allein selbstverständlich nicht aus. Dennoch kann sie ein bedeutender Teil einer ganzheitlichen Therapie sein, den die Betroffenen selbst beisteuern, erleben und schmecken können: ein gesundheitsfördernder Genuss ganz ohne Nebenwirkungen, der dank der jahrtausendealten chinesischen Erfahrungslehre so maßgeschneidert ist, dass er spürbar guttut.

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Dr. med. Susanne Bihlmaier
* Lycocard-Studie: www.bioaktive-pflanzenstoffe.uni-jena.de
Über die Autorin
Dr. med. Susanne Bihlmaier begleitet chronisch bzw. schwer Kranke mit ergänzender Naturheilkunde seit über 20 Jahren in ihrer Praxis. Für ihren Brückenschlag zwischen Universitätsmedizin und Alternativmedizin wurde sie bereits mit dem Preis der Seirin-Stiftung für Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet. Sie engagiert sich als naturheilkundliche Kooperationspartnerin des Endometriose-Zentrums der Uni Tübingen und ist Dozentin und Lehrbuchautorin. Nähere Informationen: www.bihlmaier-tcm.de
Literatur
• Susanne Bihlmaier:
– Tomatenrot + Drachengrün. Das Beste aus Ost und West, anti-entzündlich, antikrebs-aktiv, revitalisierend und immunstärkend, Hädecke Verlag, Neuauflage, 2023,.
- Die Akupunktur. Lehrbuch, Bildatlas, Repetitorium. KVM Verlag, 3. Auflage, 2009.
• Georg Weidinger: Die Heilung der Mitte – die Kraft der traditionellen chinesischen Medizin. Verlag Ennsthaler, 10. Auflage, 2023.

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Italienischer Bohneneintopf
Für 4 Portionen
Zutaten:
1 große Karotte, 1 Zwiebel, 1 kleine bis mittelgroße Aubergine, 1 mittelgroße Zucchini, 1 kleine Knoblauchzehe, 5–7 EL Oliven-Bratöl,
600 ml Tomatensuppe, 4 EL Tomatenmark (nach Geschmack), 600 g weiße Riesenbohnen (abgetropft), 2–3 EL italienische Kräutermischung, 1 TL Gomasio, Pfeffer (frisch gemahlen), 1 Prise Kurkuma, 1 Prise Chili, 1 TL naturtrüber Apfelessig, ½ Bund frische, glatte Petersilie
Zubereitung:
• Gemüse waschen und bei Bedarf schälen. Karotte und Zwiebel grob mit Rohkostreibe oder Gemüsehobel ras-
peln. Aubergine und Zucchini in pommesgroße Stifte schneiden.
• Öl in einem großen Topf erhitzen, Gemüse und zerdrückten Knoblauch darin kurz anbraten und mit der Tomatensuppe ablöschen, nach Geschmack Tomatenmark unterrühren und 5 Minuten mit Deckel kochen lassen.
• Abgetropfte Bohnen und italienische Kräutermischung dazugeben und noch 5 bis 10 Minuten ohne Deckel einkochen lassen. Kurz vor Ende der Kochzeit mit Gewürzen abschmecken, zum Schluss den Essig dazugeben. Mit frisch gehackter Petersilie bestreuen und servieren.
GomaSusa
Zutaten:
100 g ungeschälter Sesam, 5 g Vollrohrzucker, 5 g Spekulatius-/Lebkuchengewürz
Zubereitung:
Den Sesam kurz fettfrei in einer Pfanne anrösten. Abgekühlt zusammen mit Vollrohrzucker und Spekulatius-/Lebkuchengewürz vermischen.
(Rezept aus „Tomatenrot + Drachengrün“)
Brokkoli-Ingwer-Soße
Ein wahrer Kombikünstler, effektiv gegen Entzündungen dank des enthaltenen Gingerols und Kurkumins und mit reichlich sekundären Pflanzenstoffen, ist die schnell zubereitete Brokkoli-Ingwer-Soße:
Zutaten
500 g Brokkoli, 1 Pastinaken-Wurzel, 2 mittelgroße Kartoffeln, mind. 2 cm frische Ingwerknolle, Gemüsebrühe, Chili, Pfeffer, Kurkuma
Zubereitung:
Brokkoli, Pastinaken-Wurzel, Kartoffeln und Ingwer in 1 Liter Gemüsebrühe kochen, mit etwas Chili, Pfeffer und Kurkuma würzen und anschließend pürieren. Passt zu Vollkornpasta, Sellerie-Medaillons, Hirse oder Vollkornreis.
(Aus: „Tomatenrot + Drachengrün.“)

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