Bahnbrechende Erkenntnisse zu Psychedelika: neue Gehirn-Immun-Kommunikation

Seine Forschungen könnten einen echten Paradigmenwechsel in der Psychedelika-Forschung einläuten: Dr. Michael Wheeler von der Harvard Medical School hat gemeinsam mit seinem Team eine Studie in Nature publiziert, die revolutionäre Erkenntnisse zur Funktionsweise psychedelischer Substanzen wie Psilocybin liefert.
Statt wie bisher geglaubt primär auf Nervenzellen einzuwirken, scheinen Psychedelika ganze neuro-immunologische Schaltkreise im Gehirn neu zu kalibrieren – Schaltkreise, die vor allem durch chronischen Stress beeinträchtigt wurden und mit einem gesteigerten Angstverhalten einhergehen.
Ist die normale Signalübertragung in der Amygdala, dem Angstzentrum unseres Gehirns, beispielsweise durch Traumata oder chronischen Stress gestört, setzt dies eine Entzündungskaskade in Gang, an der sowohl gehirnresidente Zellen als auch Immunzellen beteiligt sind.
Psychedelika scheinen diesen Prozess gleich an mehreren Stellen zu unterbrechen und so einen Neuanfang in der Gehirn-Immun-Kommunikation zu ermöglichen. Das könnte nicht nur ihre bisherigen Erfolge bei Angstpatienten erklären, sondern auch ein vielversprechendes neues Behandlungspotenzial für entzündliche Erkrankungsbilder eröffnen.
© Natur & Heilen, August 2025
