Gemeinsames „Abpflastern“ schafft klimafreundlichere Kommunen
Was letztes Jahr als bundesweiter Abpflaster-Wettbewerb begonnen hat, befindet sich 2026 bereits in zweiter Runde: Privatleute, aber auch Schulen und Unternehmen entsiegeln dabei asphaltierte Flächen, um den eigenen Wohnort klimafreundlicher zu gestalten. Das Motto lautet: Weniger Asphalt und Beton – dafür mehr Raum für Bäume, Blumen, Singvögel und Insekten. Dank des Wettbewerbs sind seit 2025 vielerorts marode Firmengebäude, asphaltierte Parkplätze und zubetonierte Schulhöfe Parkflächen, Gärten und Blumeninseln gewichen.
Die teilnehmenden Kommunen profitieren dabei nicht nur von einer schöneren Optik und größeren Artenvielfalt – auch das Mikroklima vor Ort verbessert sich, vor allem bei großer Sommerhitze. Denn während asphaltierte Flächen viel Wärme speichern und so zur innerstädtischen Überhitzung beitragen, haben Grünflächen einen deutlich kühlenden Effekt.
Zudem können versiegelte Flächen Starkregenfälle kaum noch aufnehmen. Statt im Boden zu versickern und zur Neubildung von Grundwasser beizutragen, fließt das Wasser oberflächlich ab und landet ungenutzt in der Kanalisation.
An einigen Orten beteiligen sich daher auch die Kommunen an den Entsiegelungsmaßnahmen. Während einige benötigte Maschinen bezuschussen, stellen andere Bäume zur Neubepflanzung zur Verfügung. Wer also selbst entsiegeln möchte, sollte sich vorab über Fördermöglichkeiten informieren. Und wer seinen Wohnort auch im Abpflaster-Wettbewerb nach vorn bringen will, kann noch bis Ende Oktober unter www.abpflastern.de entsiegelte Flächen online eintragen: Dabei gewinnt jene Gemeinde, in der am meisten abgepflastert wurde.
© Natur & Heilen, September 2026
