Studie warnt vor gleichzeitigen globalen Ernteausfällen

Es ist ein beunruhigendes Szenario: Laut einer neuen Studie vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit der Universität Hamburg könnten künftig gleich mehrere Kornkammern der Welt parallel von Ernteausfällen betroffen sein.
Die Wissenschaftler analysierten mithilfe verschiedener Klimasimulationen, wie wahrscheinlich das gleichzeitige Ausfallen der wichtigsten globalen Mais-Anbaugebiete bei unterschiedlicher Erderwärmung ist. Ihren Ergebnissen zufolge steigt das Risiko ab einer globalen Erwärmung von 2 °C rapide an – ein Risiko, das bisher als höchst unwahrscheinlich galt.
Parallele Erntezusammenbrüche in den Kornkammern der Welt hätten verheerende Folgen für Mensch und Natur und würden auch Lieferketten und Märkte vor enorme Herausforderungen stellen, so die Autoren der Studie.
Zwar könne der internationale Handel die Ernteausfälle etwas abpuffern, doch wenn gleich vier oder mehr der größten Anbaugebiete in Mitteleuropa, Ostasien und Nordamerika von Hitze und Trockenheit betroffen seien, stehe schlichtweg deutlich weniger Mais zum Verteilen zur Verfügung. Ihre Studie zeige, wie wichtig lokal angepasste, widerstandsfähigere Sorten seien, um bestmöglich auf den Ernstfall vorbereitet zu sein.
© Natur & Heilen, September 2025
