Vogel-Arten erholen sich seit Insektizid-Verbot

Es sind hoffnungsvolle Nachrichten aus Frankreich, die ein Forscherteam kürzlich im Fachmagazin Environmental Pollution verkündete: Bereits wenige Jahre nach dem EU-weiten Verbot von Neonicotinoiden, einer Insektizid-Klasse, die u. a. zu einem drastischen Rückgang insektenfressender Vögel geführt hatte, scheinen sich die Vogelbestände Frankreichs langsam wieder zu erholen.
Eine ähnliche Tendenz vermuten die Wissenschaftler auch für andere Länder Europas. Erst 2018 war die für Bienen und andere Insekten äußerst toxische Insektizid-Gruppe nach massiven Protesten von Umwelt- und Verbraucherschützern verboten worden.
Um die Bestandsentwicklung verschiedener Vogel-Populationen seit diesem Verbot zu untersuchen, verglichen die Forscher Daten von knapp 60 Vogel-Arten aus dem Zeitraum vor dem Verbot mit aktuellen Bestandsdaten an 1.900 Standorten in Frankreich. Dabei zeigte sich: Viele insektenfressende Vögel sind seit dem Verbot zurückgekehrt – vor allem in Gegenden, in denen Neonicotinoide zuvor in großem Stil in der Landwirtschaft eingesetzt worden waren.
Insgesamt sei es zu einem Populationswachstum von rund 3 % gekommen, und auch die Artenvielfalt habe sich erholt, so die Forscher. Langzeitstudien sollen nun zeigen, ob sich die Bestände in den kommenden Jahren weiter erholen und ob ähnliche Tendenzen auch bei anderen insektenfressenden Tieren wie Fledermäusen und Fischen zu beobachten sind.
© Natur & Heilen, Februar 2026
