Allergie auf Schilddrüsenpräparate und Jod-Allergie

Ich habe seit einigen Jahren eine Jodallergie. Ich leide angeblich an einer Unterfunktion der Schilddrüse, meine Kalziumwerte sind zu hoch, Auf übliche Präparate reagiere ich allergisch. Was kann ich tun?

Antwort

Als Jod-Unverträglichkeit oder Jod-Allergie wird eine Symptomatik bezeichnet, mit der manche Menschen nach der Einnahme von jodhaltigen Substanzen oder durch Hautkontakt mit diesen  (z.B. durch Desinfektionsmittel) mit Vergiftungssymptomen reagieren, was als Jodismus bezeichnet wird. Symptome einer Jodunverträglichkeit sind Reizzustände an Haut und Schleimhäuten, allergischer Schnupfen, Bindehautreizungen, allergische, teilweise asthmaähnliche Bronchitis, quaddelartige Hautausschläge bis hin zu Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden, wie Durchfall oder Blähungen.

Die Unverträglichkeitsreaktionen können schon bei geringer Zufuhr, z. B durch den Gebrauch von jodiertem Speisesalz auftreten. Auch Gelier- und Bindemittel enthalten teilweise Jodverbindungen und in vielen Multivitaminpräparaten ist Jod enthalten. Allergien gegen jodhaltige Röntgenkontrastmittel sind ebenfalls bekannt, allerdings ist hierbei nicht der Jodanteil entscheidend, sondern das organische Trägermolekül.

Die Ursache der Jodunverträglichkeit ist nicht abschließend geklärt. Japanischen Wissenschaftlern zufolge werden laut einer Studie aus dem Jahre 2008 vor allem bei einer Jodbelastung und gleichzeitigem Mangel an Antioxidantien im Organismus jodhaltige Eiweißverbindungen mit allergenem Potential gebildet.

Hier könnte auch ein möglicher Behandlungsansatz liegen. Es wäre sinnvoll und einen Heilungsversuch wert, sich antioxidantienreich zu ernähren bzw. gezielt Nahrungsergänzungsmittel zuzuführen, die viele Antioxidantien enthalten, wie z.B. rote Früchte, Granatapfelextrakt, Traubensaft, rotes Gemüse. Hilfreich sein könnte auch – wie bei fast allen Allergien und (Nahrungsmittel-) Unverträglichkeiten – die gezielte mikrobiologische Therapie bzw. Symbioselenkung der Darmflora über mehrere Monate. Man erreicht damit eine sanfte und nachhaltige Umstimmung des Immunsystems und somit auch der Neigung zu Allergien.

 

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