Beschwerden durch Titannagel nach Hallux valgus-Operation

Vor drei Jahren wurde eine Hallux valgus-Operation bei mir durchgeführt, die schlecht abheilte. Nun leide ich seit kurzem auch unter massiver Akne, kreisrundem Haarausfall und schlechtem Schlaf. Kann es sein, dass ich auf den Titannagel, der bei der Operation als Fixierung angebracht wurde, allergisch reagiere?

Antwort

Es ist häufig so, dass Implantate nach einer Operation – wie in Ihrem Fall der Titannagel am Fuß – nicht gut vertragen werden und dass Betroffene das Fremdkörpergefühl nicht loswerden bzw. sich vielfältige Beschwerden entwickeln können. Die beschriebene Akne, der Haarausfall oder der schlechte Schlaf können aus naturheilmedizinischer Sicht durchaus in Zusammenhang mit der Operation stehen. Grundsätzlich wäre bei ausbleibendem Erfolg therapeutischer Maßnahmen eventuell die Überlegung anzustellen, den Titannagel entfernen zu lassen. Hier spielt vor allem die subjektive Wahrnehmung die entscheidende Rolle, die manchmal objektiven Fakten – wie z.B. die allgemein gute Verträglichkeit von Titan – sollten dann in der Beurteilung eher zurücktreten.

Vorab stehen jedoch einige wirksame naturheilmedizinische Heilmittel zur Verfügung, um die (wahrscheinlich) allergische Reaktion des Körpers abzumildern.

Zunächst wäre eine Entgiftung und Ausleitung von Schlacken, die durch die Fremdkörperbelastung entstehen können, wichtig und heilsam. Hier kommen verschiedene Mittel zum Einsatz. Hilfreich ist zum Beispiel das Präparat „Derivatio“ (Tbl., von Pflüger Arzneimittel). Parallel dazu können „Lactopurum Amp. Subcutan“ 2-mal pro Woche gespritzt werden, um den Entgiftungsprozess zu beschleunigen. Auch die spagyrischen Heilmittel von der Firma Soluna sind für die Entgiftung geeignet, bitte beraten Sie sich bei Bedarf mit einem Heilpraktiker.

Sinnvoll sein kann auch eine Behandlung mit Heiltees, bestehend z.B. aus grünem Hafer, Stiefmütterchen, Brennnessel und/oder Zinnkraut bzw. Ackerschachtelhalm. Diese Heilkräuter regen u.a. die Nierentätigkeit an und führen somit zu einer nachhaltigen Reinigung von Blut und Gewebe. Als Fertigtees zur Blutreinigung eignen sich der „7x7-Kräutertee von P. Jentschura“ oder der „6er Tee von Eva Aschenbrenner“.

Von der Ernährung her kann es sinnvoll sein, sich eine zeitlang möglichst basisch zu ernähren, d.h. fleischarm, wenig Raffineriezucker, wenig Kaffee und Alkohol, dafür aber viel Gemüse, Obst, stilles Heilwasser und Vollkornprodukte.

Die anthroposophische Medizin bietet mit „Quarz“ – z.B. als Verreibung in der Potenz D6 – ein wirkungsvolles Mittel zu Abmilderung der allergischen Reaktion an. Es sollten hiervon täglich 2-mal 1 Messerspitze über mehrere Wochen eingenommen werden.

Genauso kann „Calcium/Quercus“ (Globuli von Wala) heilsam und wirkungsvoll sein. Die Eichenrinde in Kombination mit Calcium ist für die Stabilisierung von Grenzen innerer und äußerer Art sehr wirkungsvoll und kann die Entgiftung und eine ratsame Ernährungsumstellung gut begleiten. Da es bei vielen allergischen Reaktionen häufig um Abgrenzungsprobleme geht, ist eine Konzentration auf die eigenen Kräfte und Abwehrmöglichkeiten – auch im übertragenen Sinne – sehr wichtig. Das Endorgan dieser Abwehrreaktion ist häufig die Haut als Abgrenzorgan „innen-außen“, woraus sich Ihre Akneprobleme eventuell erklären lassen.

In diesem Zusammenhang könnte auch eine Heilmeditation, die täglich durchgeführt werden sollte, sehr wirkungsvoll sein. Vor kurzem wurde eine Studie in den USA dazu durchgeführt, in der sich die Teilnehmer mit Allergien verschiedenster Art in einer Art Tiefenentspannung bzw. Eigenhypnose mit ihrem Immunsystem „unterhielten“ und ihm beruhigend mitteilten, dass bestimmte Allergene, wie z.B. auch Pollen, für den Körper nicht mehr gefährlich seien. Die Erfolge waren beachtlich. Diese Heilmeditation kann bei Bedarf auch unter professioneller Anleitung, z.B. bei dementsprechend ausgebildeten Psychologen bzw. Therapeuten, die auf Hypnotherapie spezialisiert sind, erlernt werden. Therapeuten können Sie erfragen bei: Deutsche Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie e.V., Tel. 02541/- 880760, Internet: www.dgh-hypnose.de

 

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