Brennen in der Mundhöhle

Ich habe seit mehreren Monaten ein schmerzhaftes Brennen im Mundraum und bekam deshalb vom Hausarzt ein Antibiotikum gegen bakterielle Infektionen der Mundschleimhaut. Auch Ölschlürfen habe ich ausprobiert, doch bislang hatte nichts Erfolg. Für ein paar Tipps wäre ich sehr dankbar.

I. W., Nürnberg

Antwort:

Das Symptom des Brennens in der Mundhöhle kann durch eine lokale Entzündung (Herpesviren, Pilze, Bakterien etc.), aber häufiger auch durch innere Ursachen entstehen. Zu denken ist hier zum Beispiel an eine Blutarmut (Eisenmangel), Vitaminmangel oder andere Mangelzustände sowie an eine ungenügende Verwertung der Nahrung – etwa bei zu wenig Magensäure oder chronischen Magen-Darm-Erkrankungen. Zum Teil spielen auch hormonelle Einflüsse, Allgemeininfektionen, Allergien, Gärprozesse im Darm oder Erkrankungen der Leber, Galle oder Bauchspeicheldrüse eine Rolle. Nicht zuletzt kann auch Diabetes indirekt zur Veränderung der Mundhöhlenschleimhaut beitragen.

Falls die Zunge beteiligt ist, deuten Risse auf einen Mangel an B-Vitaminen (insbesondere B12) oder Folsäure hin. Dies kann durch eine einfache Laboruntersuchung geklärt werden. Auch sind das Serumeisen und der Eisenspeicher (Ferritin) zu kontrollieren und entsprechend aufzufüllen. Danach richtet sich dann auch der Ernährungsplan und welche Nahrungsmittel zu meiden bzw. zu ergänzen sind. Da so viele Ursachen infrage kommen, sollte genau abgeklärt werden, welcher innere oder äußere Auslöser zugrunde liegt. Sie können sich mit Ihrem Anliegen auch an einen Naturarzt wenden.

Bei lokalen Ursachen können Spülungen – zum Beispiel mit verdünnter Propolis-Tinktur oder Salbeitee – sowie Pinselungen der Mundhöhle mit Myrrhe- oder Calendula-Tinktur angezeigt sein. Auch ein Fußentgiftungspflaster kann versucht werden, ebenso weiterhin das tägliche Ölschlürfen nach Dr. Karath, das die Mundschleimhaut entgiftet und regeneriert. Statt Sonnenblumenöl kann Kokosöl verwendet werden, da es noch sanfter ist und vielen besser schmeckt.

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