Brüchige Fingernägel müssen nicht sein

Ich habe extrem brüchige Nägel, insbesondere Mittelfinger und Daumen sind betroffen. Was raten Sie mir?

 

Antwort

Nägel gehören – wie auch die Haare – zu den sogenannten Hautanhangsgebilden. Gesunde Nägel zeugen von Gesundheit. Bei Auffälligkeiten lassen sich oftmals Rückschlüsse auf gewisse Erkrankungen ziehen, da die Fingernägel eng mit der Haut und dem Blut verbunden sind. Fehlen dem Körper wichtige Substanzen, werden Haut und auch Nägel nicht mehr ausreichend versorgt. Brüchige Nägel können durch falsche Pflege entstehen, sind aber oft auch ein Hinweis auf ein Defizit an Vitamin A, B, C, D, Biotin, Folsäure, Calcium, Magnesium oder Kieselsäure. Da auch eine Schilddrüsenfunktionsstörung oder ein Eisenmangel ursächlich sein können, empfiehlt es sich, neben o. g. Parametern die Schilddrüsenwerte sowie Ferritin im Blut abklären zu lassen. Befinden sich die Werte im Normbereich, kann eine Kur mit Silicea durchgeführt werden, etwa mit dem Schüßler-Salz Nr. 11 (2-mal tgl. je 10 Tbl. in warmem Wasser lösen und trinken). Auch eine Leberentgiftung hat oft gute Effekte auf das Nagelwachstum. Hier empfiehlt sich für mindestens 6 Wochen die Einnahme von Mariendistel-Extrakt (z. B. „silymarin-Loges“, 1–2 Kps. pro Tag) oder „Hepatodoron“ Tbl. (Weleda, 2-0-2). Dabei ist zu beachten, dass eine verbesserte Leberfunktion die Verstoffwechselung von anderen Arzneimitteln verändern kann und ggf. deren Dosierung angepasst werden muss. Interessant ist auch die ayurvedische Sichtweise: So ist der Daumen mit dem Gehirn energetisch verbunden, der Zeigefinger mit der Lunge, der Mittelfinger mit den Verdauungsorganen, der Ringfinger mit den Nieren und der kleine Finger mit dem Herzen. Treten die Nagelveränderungen nur an einzelnen Nägeln auf, lohnt sich hier oftmals ein weiterer Blick.

 

© 2020 NATUR & HEILEN, Beratungsservice

» zurück