Eingeklemmter Nerv durch Muskelverhärtung

Bei unserem Umzug habe ich mir in der Schulter einen Nerv eingeklemmt. Trotz Ruhigstellung gehen die einschießenden Schmerzen nicht weg und die Finger fangen an zu kribbeln. Was kann ich tun?

 

Antwort

Ein eingeklemmter Nerv kann unterschiedliche Ursachen haben. Eine Entzündung, falsches Heben, eine ungünstige Bewegung, einseitige Belastung oder Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule reizen oder verletzen die Muskulatur. Dies führt unmittelbar zur Verkrampfung beziehungsweise Verhärtung des umliegenden Muskelgewebes, wodurch Druck auf eine Nervenbahn ausgeübt wird. Zur Sicherheit sollte die Ursache von einem Therapeuten abgeklärt werden.

Durch den ständigen Druck auf den Nerv kommt es nicht selten zu Kribbeln, Taubheitsgefühl und Empfindungsstörungen, die sich auf das entsprechende Versorgungsgebiet des Nervs ausdehnen. Betroffen sind häufig Hals und Nacken mit heftigen Kopfschmerzen sowie der Rücken mit einschießenden, stechenden oder brennenden Schmerzen. Beschwerden in Armen und Händen lassen auf einen eingeklemmten Nerv in der Schulter schließen. Bei einer Muskelverhärtung ist dafür zu sorgen, dass der Schmerz reduziert und die Muskeln entspannt werden, damit sich der Druck auf den Nerv schnell verringert. Für sofortige Erleichterung sorgt die Neuraltherapie, also die Einspritzung örtlicher Betäubungs- oder Schmerzmittel in die Nähe des Nervs. Zusätzlich wird durch Wärme (Wärmflasche, Kirschkernkissen, Wärmepflaster, Rotlicht) die Muskulatur wieder besser durchblutet und kann sich lösen. Eine Alternative ist das Einreiben mit Johanniskrautöl, das die Durchblutung ebenfalls fördert und gleichzeitig den Nervenschmerz lindert. Vorsichtige Massagen, spezielle Dehnübungen, Chiropraktik, Akupunktur und Osteopathie tragen zur vollständigen Ausheilung bei.

 

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