Fliegendes Risiko: die Asiatische Tigermücke

Ich wohne an einem Bachlauf und habe Bedenken wegen der Asiatischen Tigermücke, von der immer öfter die Rede ist. Wie erkenne ich diese Mücke und was kann ich tun, falls ich gestochen werde?

 

Antwort

Es häufen sich Berichte über aus fernen Ländern eingeschleppte Insekten, die ernsthafte Erkrankungen übertragen können. Besonders die Asiatische Tigermücke ist immer öfter in Deutschland anzutreffen. Diese relativ kleine Stechmücke kann durch ihre schwarz-weiße Musterung recht leicht identifiziert werden. Typisch ist die am Hinterkopf ansetzende weiße Linie, die sich bis zum Flügelansatz fortsetzt. Durch Handel und Tourismus sowie als Folge des Klimawandels konnte sich die Mücke aus dem asiatisch-pazifischen Raum inzwischen weltweit massiv verbreiten. In Europa wurde die Aedes albopictus bislang in 26 Ländern nachgewiesen. Vor allem im Sommer trifft man mitunter größere Populationen der äußerst aggressiven Stechmücke an. Die Weibchen saugen Blut von Säugetieren, insbesondere von Menschen, aber auch von Vögeln, Reptilien und Amphibien. Die Entwicklung der Mücke findet im Wasser statt – so kann sie sich insbesondere bei Hochwasser schnell vermehren. Gefürchtet ist sie vor allem als Überträgerin von mehr als 20 verschiedenen Viren, darunter das West-Nil-, Dengue-, Chikungunya- und das Zika-Virus. Die massive Zunahme dieser Erkrankungen lässt die Tigermücke als fliegendes Sicherheitsrisiko für die menschliche Gesundheit erscheinen. Vorsorglich sollte man stehende Gewässer vermeiden, Regenfässer und Vogeltränken wöchentlich leeren. Entsprechende Kleidung und Fliegengitter schützen vor Stichen. Auch Kerzen können die lästigen Tiere fernhalten. Ätherische Öle aus Minze, Lavendel und Zitronella vertreiben die Insekten. Geben Sie die Öle in die Duftlampe oder verdünnen Sie ein paar Tropfen mit Kokosöl und reiben sich damit ein. Ein wirksames Hausmittel sind Zitronen, die man halbiert und mit Nelken bespickt in der Wohnung verteilt. Sollte es einen doch erwischt haben, lindert Zeolith – mit etwas Wasser vermischt – den Juckreiz und lässt die Schwellung zurückgehen. Sollte sich der Stich infizieren, helfen die homöopathischen Mittel „Ledum“ in bei schlimmeren Fällen „Tarentula cubensis“ (tgl. 2 Globuli in C30). Gut bei Schwellungen sind auch „Urtica comp. Globuli“ (Wala, 3 x tgl. 10 Globuli) und „Combudoron Gel“ äußerlich (Weleda; gekühlt auftragen). Ist nach 2 bis 3 Tagen keine Besserung aufgetreten oder kommen weitere Symptome hinzu, sollte der Hausarzt hinzugezogen werden.

 

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