Geplante Mandeloperation bei Pfeifferschem Drüsenfieber

Mein Sohn (19 Jahre) ist zurzeit beim österreichischen Bundesheer. Seit über vier Monaten leidet er unter einer chronischen Mandelentzündung und großer Müdigkeit. Laut Blutuntersuchung hat er irgendwann Pfeiffersches Drüsenfieber durchgemacht. Antibiotika haben seinen Zustand jedoch nicht verbessert, und eine Mandeloperation soll erst in fünf Monaten erfolgen. Welche Möglichkeiten gibt es für ihn, damit er seinen Dienst nicht unterbrechen muss?

A. M., A-Purgstall

Antwort:

Gegen eine Epstein-Barr-Virus-Infektion, auch Pfeiffersches Drüsenfieber genannt, können Antibiotika nichts ausrichten und werden lediglich verabreicht, um eventuelle zusätzliche Infektionen einzudämmen. Sie schwächen das ohnehin schon angegriffene Immunsystem noch mehr und sollten eher vermieden werden, zumal es gute Alternativen aus der Naturheilkunde gibt wie etwa ein ansteigendes Fußbad oder Sanddornöl zur Abwehrsteigerung.

Die Halsschmerzen und die chronische Mandelentzündung sind nur die Spitze des Eisbergs, denn die Virenausbreitung findet im gesamten Organismus statt. Die Entfernung der Mandeln wäre entsprechend wenig sinnvoll – im Gegenteil: Momentan leisten sie Schwerstarbeit, um den gesamten Organismus einigermaßen im Gleichgewicht zu halten. Sie sollten also eher unterstützt statt entfernt werden.

Als erste Maßnahme ist eine Darmsanierung sinnvoll, um die durch die Antibiotika angegriffene Darmflora aufzubauen. Erst dann kann das Abwehrsystem seine Aufgaben wieder besser erfüllen. Je nach Schweregrad der Virenbelastung sollte gut abgewogen werden, was aus gesundheitlicher Sicht wichtiger ist: der Wehrdienst oder eine auf lange Sicht gute Gesundheit – ohne chronische körperliche Beschwerden wie Schwäche, Müdigkeit, Kopfschmerzen, neurologische Probleme, Depressionen, vermindertes Konzentrationsvermögen und Infektanfälligkeit. Unter guter naturheilkundlicher Begleitung kann eine zielgerichtete Therapie auch während der Zeit beim Bundesheer erfolgen – Ihr Sohn hätte dann keinerlei zeitliche Ausfälle. Die Infektion sollte aber unbedingt jetzt auskuriert werden und nicht erst in einem halben Jahr, sonst könnte er sich nachhaltig schaden. In NATUR & HEILEN 01/2014 wurde ein ausführlicher Beitrag zum Thema Epstein-Barr-Infektion veröffentlicht, in dem viele Hintergründe zu dieser schweren Viruserkrankung sowie naturheilkundliche Hilfen zur notwendigen Immunstärkung enthalten sind.

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