Natürliche Hilfe bei Endometriose

Meine 19-jährige Tochter leidet unter sehr starken Regelschmerzen. Der Arzt diagnostizierte eine Endometriose. Wie können wir ihr helfen?

 

Antwort

Die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) baut sich im Laufe eines Monatszyklus auf und über die monatliche Blutung wieder ab. Gesteuert wird dieser Ablauf von den Geschlechtshormonen. Bei der Endometriose, von der etwa 10 bis 20 % aller Frauen im gebärfähigen Alter betroffen sind, bildet sich diese Schleimhaut auch außerhalb der Gebärmutter, etwa in den Eierstöcken, am Eileiter oder im Darm, selten auch außerhalb des Bauchraumes. Diese (gutartigen) Wucherungen sind ebenfalls dem monatlichen Zyklus unterworfen und bluten, wodurch sich chronische Entzündungen, Zysten, Verwachsungen und Vernarbungen bilden können. Symptome sind meist starke Menstruationsschmerzen, es kann jedoch auch im ganzen Körper zu zyklusunabhängigen Schmerzen kommen.

Die Endometriose ist in bis zu 60 % der Fälle Ursache einer ungewollten Kinderlosigkeit. Als Risikofaktor wird eine genetische Disposition vermutet, auch eine frühe erste Menstruation oder kurze Zyklen werden diskutiert. Aus naturheilkundlicher Sicht liegen oftmals Belastungen mit hormonaktiven Chemikalien oder Schwermetallen, ein Vitalstoffmangel, Stress oder eine Störung der Darmflora zugrunde.

Die Endometriose gilt als schwer behandelbar, meist werden Schmerzmittel oder Hormone eingesetzt oder es wird operiert. Doch es gibt auch Alternativen: Hilfreich sind etwa subkutane Injektionen in den Unterleib mit „Berberis/Urtica urens“ (Wala, 2- bis 3-mal pro Woche für mind. 3 Monate). Bei schmerzhaften Regelblutungen helfen Einreibungen mit Aconit-Öl bzw. Solum-Öl (Wala) und warme Auflagen. Leichtes Joggen an 2 bis 3 Tagen pro Woche verändert das oft bestehende hormonelle Ungleichgewicht. Eine eventuelle Östrogendominanz kann nach Rücksprache mit einem erfahrenen Therapeuten gut mit bio-identischem Progesteron ausgeglichen werden. Weiter helfen Heiltees (in der 2. Zyklushälfte täglich 2 bis 3 Tassen je 1/3 Brennnessel, Frauenmantel und Schafgarbe). Auch Ringelblumentee wirkt heilend. Empfehlenswert ist eine pflanzliche Ernährung mit wenig Milch. Ergänzend ist Hormon-Yoga oft hilfreich, es wirkt gleichzeitig schmerzlindernd.

 

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