Polyzystisches Ovarialsyndrom und Gewichtszunahme

Eine Bekannte leidet neben diversen anderen Leiden an einem Polyzystischen Ovaralsyndrom (PCO). Sie kann kaum noch etwas esse, weil sie extrem zunimmt. Wissen Sie Rat?
 
Antwort:
Das Krankheitsbild des Polyzystischen Ovarialsyndroms wird gekennzeichnet durch die Bildung vieler Zysten in den Eierstöcken. Die Ursachen sind noch unklar, es könnte eine Fehlsteuerung der Hirnanhangdrüse oder eine Störung bei der Bildung der weiblichen Sexualhormone vorliegen, so daß vermehrt männliche Sexualhormone gebildet werden. Ihre Bekannte leidet Ihren Schilderungen nach vermutlich an einer Sonderform, die als Stein-Leventhal-Syndrom bezeichnet wird. Charakteristisch dafür sind unter anderem Gewichtszunahme und übermäßige Körperbehaarung, wodurch natürlich auch die Seele enorm leidet. Auch die sehr unregelmäßige oder ausbleibende Monatsblutung gehört zu den möglichen Folgen.

Da die Ursachen des PCO's nicht genau bekannt sind, fällt eine Therapie sehr schwer. Zum Teil führt an einer chirurgischen Entfernung der Zysten kein Weg vorbei. Bei ausgeprägter Behaarung können auch Arzneimittel erforderlich sein, mit denen die unerwünschten Wirkungen der männlichen Sexualhormone eingedämmt werden. Ehe aber solche Maßnahmen ergriffen werden, kann sich ein Versuch mit individueller Homöopathie empfehlen, das im Einzelfall beste Mittel muß durch den Homöopathen fachlich verordnet und begleitet werden.

Durch Ernährungstherapie läßt sich (leider) keine Wirkung erzielen, insbesondere sind Schlankheitskuren völlig unwirksam. Für die anderen Maßnahmen ist der Gynäkologe oder die gynäkologische Abteilung einer Klinik zuständig. Spezialisten für dieses Krankheitsbild gibt es wahrscheinlich nicht, aber fragen Sie bitte auch bei dem Frauen Gesundheits Zentrum im Berlin nach, das viele (auch ganzheitliche) Informationen rund um die Frau bereithält. Die Internetadresse lautet:

www.ffgz.de


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