Risiko Teflon-Geschirr?

Teflon wird als Antihaftbeschichtung für Kochgeschirr teilweise sehr kritisch beurteilt. Gibt es Qualitätsunterschiede der verschiedenen Marken?

Antwort

Dies ist eine nicht einfach zu klärende Frage, bei deren Beantwortung sich die Geister scheiden. Hersteller und Behörden versichern die Unbedenklichkeit des Kunststoffs. So kommt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zu dem Schluss, dass bei „bestimmungsgemäßem Gebrauch von beschichtetem Kochgeschirr keine Gesundheitsgefahr besteht.“ Auch das Verschlucken kleiner Beschichtungsteile sei „gesundheitlich unbedenklich [...]“. Sie werden unverdaut wieder ausgeschieden, so „[...] kann es nicht zu giftigen Reaktionen im Körper kommen.“  Dagegen stehen mittlerweile Studien, die zeigen, dass bei über 90 Prozent der US-Bürger Teflon im Blut gefunden wurde. Auch weitere Studien weisen auf negative Ergebnisse in Bezug auf Teflon hin.

Wie der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) schreibt, sind es nicht nur die giftigen Dämpfe, die bei starker Hitzeeinwirkung entstehen und die für den Organismus schädlich sind. Das teflonbeschichtete Kochgeschirr ist häufig auch mit fluorhaltigen Chemikalien behandelt, wodurch es eine antihaftende Oberfläche erhält. Diese Chemikalien können ins fettige Essen (Spiegeleier, Bratkartoffeln) übergehen und werden dann mitgegessen. Da bei Erhitzung der beschichteten Pfannen über 280 °C außerdem giftige Dämpfe entweichen, empfiehlt der BUND, lieber Emaille-, Keramik-, Gusseisen- und Edelstahlkochgeschirr zu verwenden.

Da man nie genau weiß, wann die Umweltschadstoffe im Körper das Fass zum Überlaufen bringen und die karzinogene Wirkung von Substanzen das Immunsystem überfordert, tendieren wir zu der Meinung, die Schadstoffe im Alltag insgesamt so gering wie möglich zu halten und dort, wo es leicht ist, auf Alternativen zurückzugreifen.

© 2013 NATUR & HEILEN, Beratungsservice

» zurück