Schnupfen oder Sinusitis – worin liegt der Unterschied?

Meine Mutter leidet unter einer chronischen Entzündung der Nasennebenhöhlen. Was ist eigentlich der Unterschied zu einem normalen Schnupfen und was kann sie dagegen tun?


Antwort

Rund dreimal jährlich erwischt uns eine Erkältung. Winterliche Temperaturen bewirken eine Minderdurchblutung der Schleimhäute. Dies vermindert die Immunabwehr und Erkältungsviren haben leichtes Spiel. Die Nase läuft, kribbelt und wir niesen – der Schnupfen ist da! Normalerweise ist der Spuk innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder vorbei. Falls die geschwollene Nasenschleimhaut den Abtransport des Sekrets behindert, nimmt auch die Belüftung der Nasennebenhöhlen ab. Daraus kann sich eine meist bakterielle Entzündung der höher gelegenen Schleimhäute in den Nasennebenhöhlen entwickeln – die akute Sinusitis. Die Patienten klagen über Druckkopfschmerzen, häufig kommt es auch zu Fieber. Bleibt die beschriebene Symptomatik über einen längeren Zeitraum bestehen, spricht man von einer chronischen Sinusitis, deren Häufigkeit mit dem Alter zunimmt und eine deutliche Minderung der Lebens- und insbesondere Schlafqualität bedeutet.
Zum Glück hält die Natur eine Vielzahl heilkräftiger Möglichkeiten für uns bereit. Ein abschwellendes Nasenspray hilft zwar kurzzeitig, trocknet die Schleimhäute aber auf Dauer zusätzlich aus. Besser hilft ein Holunderblütentee – eine wahre Vitaminbombe; oder Inhalationen mit Thymiantee, der entzündungshemmend wirkt; oder eine Salzspülung mit der Nasendusche, die die angegriffenen Schleimhäute erwärmt und befeuchtet. Und frisch aufgeschnittene Zwiebeln neben dem Bett erleichtern das nächtliche Atmen.
Auch Gesichtsdampfbäder über heißen Kartoffeln sowie Gewürze wie Kardamom oder Meerrettich können hier gute Dienste leisten.

 

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