Selleriesaft und Niere

Ich trinke gerne Smoothies, in die ich u. a. eine Stange Staudensellerie mische. Ich habe Hashimoto und kämpfe häufig mit Magenproblemen wie Völlegefühl, Sodbrennen und Magendrücken. Der Saft tut mir bezüglich meines Magens gut. Nun las ich in Ihrem Artikel im Heft 4/2020, dass Selleriesaft bei eingeschränkter Nierentätigkeit nicht empfehlenswert sei. Mein Nierenwert ist etwas reduziert. Soll ich den Saft lieber nicht trinken oder ist eine Stange zu wenig, um meinen Nieren zu schaden? Welche gesunden Lebensmittel tun den Nieren gut?

 

Antwort

Sellerie hat aufgrund seines hohen Gehalts an Kalium einen harntreibenden Effekt, was bedeutet, dass die Nierentätigkeit angeregt wird. Ist die Nierenfunktion bereits stark eingeschränkt, sollte man kaliumhaltige Lebensmittel vermeiden, da die Niere das Kalium nicht mehr ausreichend ausscheidet, was letztendlich zu Herzrhythmusstörungen führen kann. Besteht keine manifeste Niereninsuffizienz, sondern nur eine leichte Nierenschwäche, dürfte 1 Selleriestange pro Tag nicht ins Gewicht fallen. Vielleicht sind Sie einfach zurückhaltend bei anderen Lebensmitteln, die viel Kalium beinhalten (wie z. B. Trockenfrüchte, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Pilze oder Tomatenmark). Die Nierenwerte sollten regelmäßig überprüft werden. Nach der TCM sind insbesondere dunkle und salzige Nahrungsmittel empfehlenswert für die Nieren. Vor allem, wenn zusätzlich Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion wie Frieren, Antriebslosigkeit oder Ödeme vorliegen, empfiehlt es sich, das Nieren-Yang zu stärken. Hier sind besonders geeignet: Ingwer, Lauch, Quinoa, Wildreis, Hafer, Kürbiskerne und Maroni. Zwei warme Mahlzeiten am Tag wären optimal. Auch sanfte Mittel wie etwa das Nierentonikum von Wala oder das „Solunat Nr. 16“ (Soluna) können die Nierentätigkeit gut unterstützen.

 

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