Spirulina-Algen bei Schilddrüsenüberfunktion

Wie vertragen sich Spirulina-Algen als Nahrungsergänzung bei einer Schilddrüsenüberfunktion? Ich möchte sie vor allem wegen ihres Chlorophyllgehalts und den anderen wertvollen Inhaltsstoffen nutzen.

Antwort

Generell ist bei Schilddrüsenüberfunktion Vorsicht geboten bei allen Algenprodukten beziehungsweise algenhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln. Dies gilt insbesondere für Meeresalgen wie beispielsweise Kelp. Die Wirkstoffe Chlorophyll, vor allem aber das darin enthaltene Jod, können eine Überfunktion (oder die Tendenz dazu) noch unterstützen. Diese Produkte sind also eher bei einer Unterfunktionsneigung geeignet. Spirulina ist jedoch eine Mikroalge, also Süßwasseralge, die im Gegensatz zu Meeresalgen nur einen sehr geringen Anteil an Jod aufweist. Sie könnten Spirulina also versuchsweise unter Verlaufskontrollen der Schilddrüse ausprobieren.

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion hat auch Hopfen- oder Melissenextrakt eine gute Wirkung. Es eignen sich Heiltees über mehrere Wochen hinweg oder die Einnahme von Melissenextrakt in Kapselform (wie „Seda Plantina“). Die genannten Extrakte sind alle phytoöstrogenhaltig. Man hat festgestellt, dass der sinkende Östrogenspiegel in und nach der Menopause oftmals mit einer latenten Schilddrüsenüberfunktion einhergehen kann. Die hormonelle Gesamtsituation ist also zu berücksichtigen.

Ein mildes Komplexhomöopathikum, das zusätzlich stabilisierend bei Schilddrüsenüberfunktion wirkt, ist „Cefathyreo“ (Fa. Cefak). Falls dies zu schwach wäre, kann phytotherapeutisch mit Wolfstrappkraut gearbeitet werden (zum Beispiel in „Thyreogutt“ Tabletten enthalten), jedoch möglichst nur unter therapeutischer Begleitung.

Generell sollte der Schilddrüsenwert (TSH-Wert) etwa alle sechs bis acht Wochen überprüft werden, um zu sehen, ob Therapie und Dosierung stimmen.

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