Ständig gerötete Nase

Ich habe eine dauerhaft leicht gerötete Nase, ähnlich wie eine Schnapsnase. Die Haut ist sehr grobporig und die Äderchen sind geplatzt. Ich ernähre mich gesund und trinke nur selten Alkohol. Können Sie mir einen Tipp geben?

Antwort

Es gibt viele unterschiedliche Ursachen für eine ständig gerötete Nase. Eventuell handelt es sich hierbei um ein beginnendes Rhinophym, eine Begleiterscheinung der Hauterkrankung Rosacea, die vor allem Frauen im mittleren Lebensalter betrifft.

Meistens sind Autoimmunprozesse hierfür verantwortlich. Oft besteht eine Labilität der Nerven, die für Erweiterung und Verengung der Blutgefäße zuständig sind. Das erklärt die örtlich begrenzten Gefäßerweiterungen. Die Fehlregulation der Gefäßnerven führt auch dazu, dass gefäßerweiternde Stoffe die Rötung im Gesicht verschlimmern. Das gilt vor allem für Kaffee, Schwarztee und Alkohol, sie sind aber nicht die eigentlichen Ursachen.

Vom Dermatologen verordnete Präparate, wie z. B. Cortisonsalben oder Lokalantibiotika, helfen nur zeitweise. Die Beschwerden sollten möglichst ganzheitlich, d. h. über den Stoffwechsel, behandelt werden. Hier hilft die Einnahme von Antimonit D6; in der anthroposophischen Medizin hat sich dieses mineralische Präparat (Grauspießglanz) sehr bewährt, um den Hautstoffwechsel dauerhaft zu stabilisieren. Empfehlenswert ist dabei, das Präparat als Verreibung (Trituration) zu verwenden. Äußerlich helfen könnte die Rosatum Heilsalbe, die natürliches ätherisches Rosenöl enthält, am besten zweimal täglich auftragen. Schließlich kann man noch Auflagen mit Ackerschachtelhalm und Heilerde versuchen, um die äußerliche Therapie abzurunden.

Die chinesische Medizin sieht in diesen Hauterscheinungen ein Zuviel an Hitzeenergie im Körper. Daher sollten scharfe Nahrungsmittel, wie Chili, Pfeffer oder  stark Gebratenes sowie Alkohol, möglichst ganz gemieden werden. Auch Koffein fördert die Hitze im Körper. Kühlende Nahrungsmittel, wie Grüntee, Salate oder Joghurt, können hingegen einen positiven Effekt auf die Hauterscheinungen haben.

Sehr wirkungsvoll sind zudem Akupunktur und eine begleitende Behandlung mit chinesischen Kräutern.

 

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