Traditionelle Pechsalbe

Ich hätte gerne mehr Informationen über die traditionell bei Waldarbeitern als Heilsalbe bekannte Pechsalbe.

 

Antwort

Als Pechsalben werden Salben bezeichnet, die Baumharz enthalten. Dieses altbekannte Hausmittel wird besonders im Alpenraum seit vielen Generationen hergestellt und angewandt. In Österreich und Südtirol ist die Pechsalbe auch als Lörgetsalbe bekannt (Lörget = das Harz der Lärche). Sie wirkt entzündungshemmend, antiviral, antibakteriell, fungizid und zusammenziehend. Die Salbe besteht zu einem Drittel aus Baumharz, für den Rest wurde traditionell Schweine- oder Butterschmalz verwendet, heutige Rezepturen greifen eher auf pflanzliche Öle zurück. Nach Bedarf werden noch ätherische Öle oder Kräuter hinzugefügt. Ursprünglich wurde die Salbe auf offene und entzündete Wunden aufgetragen, sie eignet sich aber auch für schmerzhafte Gelenkerkrankungen wie Gicht oder Rheuma. Zudem wärmt sie kalte Füße und kann als Zugsalbe Splitter aus der Haut ziehen. Da die Salbe im Handel selten zu finden ist, bietet es sich an, sie selbst herzustellen. Ein Rezept hierfür stellen wir Ihnen auf Anfrage gern zur Verfügung.

 

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