Unerklärliche Müdigkeit nach Pfeifferschem Drüsenfieber

Meine Enkelin leidet nach dem Pfeifferschen Drüsenfieber vor eineinhalb Jahren unter Schüben unerklärlicher Müdigkeit und Schlappheit. Was würden Sie empfehlen?

Antwort

In der Tat kann eine durchgemachte Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus, der einem Pfeifferschen Drüsenfieber zugrunde liegt, eine langanhaltende Müdigkeit und Schlappheit nach sich ziehen. Das Drüsenfieber tritt typischerweise im Jugendlichenalter auf und wird durch Speichel übertragen – im Volksmund deshalb auch  „Kissing disease“, also Kusskrankheit genannt. Dieser Virus ist wie auch der Herpes-Virus nicht vollständig aus dem Körper zu beseitigen, aber er kann durch ein funktionierendes Immunsystem gut in Schach gehalten werden., zu vergleichen etwa mit einer Lippenherpes-Infektion, die ebenfalls lange Zeit schlummern kann, um dann in entsprechenden Situationen wieder auszubrechen.

In typischen Fällen verursacht der Erreger der „Mononucleosis infectiosa“ eine meist gutartig verlaufende Krankheit mit Lymphknotenschwellungen, Fieber und Mandelentzündung.
Die Heilung zieht sich meist sehr in die Länge, bzw. es ist mit wiederholten Rückschlägen zu rechnen. Bei einer späteren Blutuntersuchung werden spezifische Antikörper gegen den Virus festgestellt.
Die Therapie besteht in der Stärkung der Abwehrkräfte, damit der Organismus fähig wird, sich aus eigener Kraft von diesem Eindringling zu befreien. Antibiotika sind bei einem Virenbefall zwecklos. In Frage kommen alle abwehrsteigernden Maßnahmen wie ausreichende Bewegung, vollwertige Ernährung, positive Lebenseinstellung, Wasseranwendungen (Wechseldusche), Sauna etc. Durch individuelle Homöopathie kann die Abwehr wesentlich unterstützt werden, ebenfalls durch Bioresonanz-Therapie, Ölschlürfen und Eigenblut-Therapie. Zudem haben sich Naturheilmittel wie Kolloidales Silber, Spenglersan Kolloide und Olivenblatt-Extrakt als sehr hilfreich erwiesen. Auch sind alle entgiftenden Maßnahmen geeignet, das Immunsystem zu entlasten und für seine eigentlichen Aufgaben der Keimabwehr zu stärken.

Zum Aufbau empfiehlt sich eine Immunkur z. B. mit „Levicocomp. Globuli“ und „Schlehenelixier“ über mehrere Wochen. Sehr gut ist in diesem Fall auch das Präparat „Orthomol immun“, das als hochdosierte Nahrungsergänzung das Immunsystem gut stabilisieren kann. Es sollte über mindestens 14 Tage eingenommen werden.

Ihre Enkelin sollte sich außerdem noch viel Ruhe und genügend Erholungszeiten gönnen, damit sich der Organismus regenerieren kann.

Oftmals besteht im Anschluss an ein Pfeiffersches Drüsenfieber ein latenter Eisenmangel, dies könnte durch eine Laboruntersuchung geklärt werden, der ebenso eine Ursache für die Schlappheit sein kann. Eine Laboruntersuchung ist in jedem Fall zu empfehlen, um weitere körperliche Ursachen auszuschließen.

 

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