Vitalstoffe intrazellulär bestimmen

Laut meiner Heilpraktikerin sollten manche Mineralstoffe und Spurenelemente intrazellulär bestimmt werden. Wie funktioniert das eigentlich?


Antwort

Standardmäßig wird zur Blutanalyse das Blutserum, also die zellfreie Blutflüssigkeit herangezogen. Da die meisten Mineralstoffe jedoch überwiegend in den Zellen gespeichert werden, ist dies nicht sehr aussagekräftig.

Bei der Bestimmung von Magnesium, Kalium, Chrom, Mangan, Selen, Eisen oder Zink sollte der Arzt beim Labor besser eine Vollblutmineralanalyse in Auftrag geben, die alle Bestandteile des Blutes beinhaltet (Blutzellen, Plasma und Serum) und somit die intrazelluläre Versorgung ebenso berücksichtigt wie den Anteil im Blutserum, der anzeigt, ob ausreichend Spurenelemente für die Verteilung ins Gewebe vorhanden sind.

Manche körpereigenen Stoffe wie etwa Glutathion werden nicht über das Blut verteilt, sondern direkt in der Zelle gebildet. Ihr Gehalt wird demnach auch nur in den Blutzellen gemessen und von diesen auf die Versorgung in den Gewebezellen geschlossen. Hierzu isoliert man die Immunzellen, also die weißen Blutkörperchen, denn diese verfügen über einen Zellkern und Mitochondrien sowie über einen Zellstoffwechsel und sind somit den Gewebezellen ähnlich genug, um eine Aussage über die Versorgung treffen zu können. Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) hingegen sind im Wesentlichen für den Sauerstofftransport da und würden keinen Rückschluss auf den Gehalt in Geweben und Organen zulassen. Um die Immunzellen zu untersuchen, werden diese im Labor durch eine spezielle Zentrifugation von den restlichen Blutzellen sowie vom Serum getrennt.

Eine weitere Möglichkeit der intrazellulären Analyse besteht darin, die Blutprobe durch die Zugabe spezieller Antikörper einzufärben und somit die Immunzellen vom Rest zu trennen.

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