Tipps & Erfahrungen

Hier finden Sie nützliche Ratschläge für ein gesünderes Leben sowie Anleitungen zur Selbsthilfe bei Alltagsbeschwerden. Auch die Leserinnen und Leser von NATUR & HEILEN tragen mit eigenen Erfahrungen dazu bei, das Wissen über naturgemäßes Leben und Heilen zu erweitern.

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Allergie durch männliche Bäume

Mindestens 15 % der Deutschen leiden unter Heuschnupfen – Tendenz steigend. Schuld sind die Pollen, allerdings nicht von allen Bäumen gleichermaßen. Für viele mag dies eine Neuigkeit sein: Es gibt männliche und weibliche Bäume. In der Biologie werden sie zweihäusige Bäume genannt. Das heißt, dass ein Baum nur weibliche oder nur männliche Blüten trägt. Zu diesen Pflanzen zählen die Pappel, die Weide oder der Wacholder. Nur die männlichen Bäume sind es, die Pollen produzieren. Die weiblichen Bäume produzieren hingegen Samen und Früchte, die sie abwerfen. Und das heißt für die Stadtreinigung: mehr Arbeit! Deshalb wurden etwa in den 1940er-Jahren in den USA mehr männliche Bäume gepflanzt. Die Kehrseite: Nun flogen viel mehr Pollen durch die Luft, die kein Ziel mehr hatten, also keine weibliche Blüte, die sie auffing. Die sogenannten Windbestäuber haben meist grünliche Blüten und stoßen ihren Blütenstaub massenhaft in die Luft.
Männliche Bäume haben noch eine andere Besonderheit: Sie filtern die Luft schlechter. Sie können zwar Schadstoffe aufnehmen, diese jedoch nicht in Früchten binden, wie es die weiblichen tun. Stattdessen stoßen sie die Schadstoffe via Pollen wieder in die Luft. Auch der Klimawandel trägt ein Scherflein bei, da die Bäume früher zu blühen beginnen und Pflanzen bei höherer CO2-Konzentration mehr Pollen produzieren.
Wer einen eigenen Garten hat und unter Allergien leidet, sollte auf Pflanzen setzen, die von Bienen bestäubt werden wie Obstbäume, Forsythien, Hibiskus, Klatschmohn, Magnolien und Rosen. Ziergräser dagegen sollten gemieden werden. Allergien und Asthma bewirkt auch die in jüngster Zeit sich stark vermehrende Pflanze Ambrosia. Einen Unterschied in der Menge der Allergene weisen auch Bäume in der Stadt gegenüber Bäumen auf dem Land auf. Allergene sind oft Abwehrstoffe, die gebildet werden, wenn ein Baum unter Stress steht. Und der ist in der Stadt naturgemäß höher.

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