Tipps & Erfahrungen

Hier finden Sie nützliche Ratschläge für ein gesünderes Leben sowie Anleitungen zur Selbsthilfe bei Alltagsbeschwerden. Auch die Leserinnen und Leser von NATUR & HEILEN tragen mit eigenen Erfahrungen dazu bei, das Wissen über naturgemäßes Leben und Heilen zu erweitern.

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Bockshornklee macht Appetit

Kaum eine Heil- und Gewürzpflanze ist so verkannt wie der Bockshornklee. Der Grund mag der starke, würzige Geruch sein, vielleicht auch die Schärfe, die bei reichlicher Verwendung auftritt. Doch neuerdings stößt er auf immer mehr Interesse.
Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) ist ein Schmetterlingsblütengewächs. Verwendet werden die Samen, die sich in der Frucht der einjährigen Pflanze mit den kleeähnlichen Blättern befinden. Der Klee wächst vom Mittelmeerraum bis Asien, auch bei uns kann er problemlos angepflanzt werden. Bockshornklee gilt als Pflanze mit Tradition: Die alten Griechen schätzten sie als Heilkraut, im Mittelalter wurde sie in Klostergärten angebaut und ihre Samen als Gewürz und gegen Leber- und Nierenleiden verwendet. In Asien sind die Samen seit Jahrhunderten ein beliebtes Heil- und Gewürzkraut, und in den USA und Australien schätzt man neuerdings die frischen Triebe als Delikatess-Gemüse.
Bockshornklee enthält ätherische Öle, Schleimstoffe, Eiweiß, Eisen, das Saponin Trigonellin, Flavonoide, Cholin und Phosphorverbindungen. Er stärkt den Magen, regt die Darmträgheit an, soll den Cholesterinspiegel senken und die Milchsekretion fördern. Außerdem wird er empfohlen bei chronischem Husten und gilt als Kräftigungsmittel. Ayurvedische Ärzte verordnen Bockshornklee zur Appetitanregung und Verdauungsförderung. Geeignet ist die Pflanze auch zur äußeren Anwendung bei Geschwüren und Furunkeln.
Am häufigsten wird Bockshornklee als Tee und als Gewürz verwendet: Für den Tee übergießt man zwei gehäufte Esslöffel gemahlenen Bockshornklee mit ¼ l kalten Wassers und lässt das Ganze drei Stunden stehen. Danach kurz aufkochen und sofort warm trinken, dreimal täglich eine Tasse.
Will man Bockshornklee als Gewürz verwenden, sollte man ihn wegen des starken Geruchs, den manche Menschen als penetrant empfinden, in der Pfanne rösten, dann verschwindet dieser und die Samen schmecken besser. In Asien ist das starke Gewürz Bestandteil mancher Currysorten, doch auch für unsere heimischen Gerichte sind die würzigen Samen bestens geeignet. Kohlgerichte, Gemüseaufläufe und Eintöpfe bekommen dadurch – sparsam verwendet – mehr Geschmack.


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