Tipps & Erfahrungen

Hier finden Sie nützliche Ratschläge für ein gesünderes Leben sowie Anleitungen zur Selbsthilfe bei Alltagsbeschwerden. Auch die Leserinnen und Leser von NATUR & HEILEN tragen mit eigenen Erfahrungen dazu bei, das Wissen über naturgemäßes Leben und Heilen zu erweitern.

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Brombeeren: Die Blätter sind ein bewährtes Heilmittel

Erst rot, dann schwarz sind die ersten Brombeeren des Spätsommers, die man bereits im August finden kann. Bis Oktober gibt es ständig Nachschub – tief schwarze Beeren, die je nach Sonnenbestrahlung kräftig säuerlich oder angenehm süß schmecken.

Brombeeren (auch Schwarzbeeren oder Kroatzbeeren genannt) zählen zu den Rosengewächsen. Sie wachsen an Feld und Waldrändern, manchmal auch an Schuttplätzen. Passionierte Sammler kennen oft Stellen an geheimen Orten, wo sie –bewaffnet mit Körben und Handstöcken – dornenreiche Zweige zu sich heranziehen können und nach Herzenslust reife Beeren pflücken.

Dagegen ist die Ernte von Garten-Brombeeren geradezu ein Kinderspiel. Denn Zucht-Brombeeren wachsen häufig an Spalieren. Einige Sorten sind sogar dornenlos.

Was den Nährwert betrifft, so ist die dunkle Beere – 100 g haben 44 Kalorien – reich an Mineralstoffen wie Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor und Eisen. Sie enthält Vitamin A, E und B in kleinen Mengen und 17 mg Vitamin C. Außerdem belebende Fruchtsäuren und Flavonoide, die vor Zellschäden durch Freie Radikale schützen und vorbeugend gegen Krebs sowie Herz- und Kreislauferkrankungen wirken. Daneben sind Brombeeren entwässernd und stärken die Immunabwehr.
Die Verwendungsmöglichkeiten sind zahlreich. Brombeeren eignen sich für Kompott ebenso wie für Saft und Marmelade. Man kann sie auch roh und möglichst reif unter Müsli, Joghurt und Obstsalate mischen.
Dazu ein Geheimtipp für Redner und Sänger: Angewärmter Brombeer-Saft, den man schluckweise trinkt oder damit gurgelt, beruhigt die gereizten Stimmbänder und ist wie ein Streicheln für die überanstrengte Stimme.

• Tee aus Brombeerblättern
Neben den Früchten sind auch die Blätter des Brombeerstrauches verwendbar. Sie gelten als Heilmittel, das schon die Römer vor rund 2000 Jahren anwendeten. In den Kräuterbüchern des Mittelalters werden sie ebenfalls als wirksam gepriesen. Inzwischen wurden Brombeerblätter untersucht und man kennt jetzt ihre Wirkstoffe genau. Dazu zählen Gerbstoffe, organische Säuren, Flavone, ätherische Öle und Vitamin C.
Brombeerblätter stärken die Abwehrkräfte, helfen gegen Husten und Schnupfen, Magen- und Darmkatarrh und Durchfall und sind ein bewährtes Mittel gegen Menstruationsbeschwerden. Außerdem kräftigen sie – als Mundspülung – das Zahnfleisch.

Die Blätter lassen sich frisch verwenden oder werden auf Vorrat gesammelt und getrocknet. Das geht problemlos im Backofen bei 40 °C. Brombeerblätter gibt es aber auch in der Apotheke.
Für einen Tee werden 2 Teelöffel duftende, getrocknete Blätter mit 1/4 l kochendem Wasser übergossen. 15 Minuten ziehen lassen. Dann abseihen.
Wird der Tee zu 1/3 mit getrockneten Himbeerblättern gemischt, erhält man einen wohlschmeckenden Haustee.


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