Tipps & Erfahrungen

Hier finden Sie nützliche Ratschläge für ein gesünderes Leben sowie Anleitungen zur Selbsthilfe bei Alltagsbeschwerden. Auch die Leserinnen und Leser von NATUR & HEILEN tragen mit eigenen Erfahrungen dazu bei, das Wissen über naturgemäßes Leben und Heilen zu erweitern.

Suche in Tipps & Erfahrungen:
0-9|A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|XY|Z

Die Maca-Knolle: Gut für „das Leben und die Liebe“

Schon Indianerstämme haben die nahrhafte Maca-Knolle gekannt und wegen ihres Nährwertes und ihrer Heilwirkung verwendet, bevor die Inkas sie vor mehr als 2000 Jahren in den Höhenlagen der peruanischen Anden kultiviert haben. Belegt durch archäologische Funde wurde Maca (Lepidium peruvianum, Lepidium meyenii), auch Anden-Ginseng bzw. Peruanischer Ginseng genannt, bereits ca. 1600 v. Ch. als Nahrungsmittel und Aphrodisiakum erwähnt. Berichten zufolge bestanden die mitgeführten Nahrungsmittel bei den Inkakriegern zu zwei Dritteln aus Maca. Die Knolle wurde frisch und getrocknet verwendet.
Noch heute werden die frische Maca-Wurzel und ihr Kraut als Gemüse oder als Suppe zubereitet. Mit Wasser oder mit Milch gekocht wird daraus ein aromatischer Pudding. Aus dem Pulver der getrockneten Maca-Wurzel lässt sich Mehl zum Backen von Brot, Plätzchen und anderem Gebäck herstellen. Die peruanischen Indianer brauen aus Maca ein alkoholisches Getränk (Bier), das sehr beliebt ist und „maca chicha“ heißt.
In historischen Schriften aus der Kolonialzeit wird berichtet, dass den spanischen Eroberern die positive Wirkung von Maca auf Menschen und Tiere nicht verborgen blieb und sie deshalb die Pflanze als Zahlungsmittel der Inkas akzeptierten. Sie exportierten dieses „wertvolle“ Nahrungsmittel als Wundermittel an den spanischen Königshof. Nach der Zerstörung des Inkareichs und den daraus resultierenden Folgen geriet im Laufe der Jahrhunderte Maca für die „Neue Welt“ in Vergessenheit. Bei den Südamerikanern ist Maca noch heute ein Volksheilmittel, denn „diese Wurzel macht stark für das Leben und die Liebe“.
Heutige Studien zeigen, dass die Knolle bei regelmäßiger Einnahme eine positive Auswirkung auf die physische, sexuelle und intellektuelle Leistungskraft hat. Eine wissenschaftliche Studie mit Männern, die etwa drei bis vier Wochen lang regelmäßig Maca einnahmen, bewies, dass sich die Menge und die Qualität der Samenflüssigkeit (Spermiendichte) deutlich verbessert hatte. Maca regte die Produktion diverser Hormone an, unter anderem das männliche Sexualhormon Testosteron.
Die etwa 20 Zentimeter hohe ganzjährige Maca-Pflanze mit ihren rosettenförmig angeordneten, gezackten, fleischigen Blättern und ihren weißen Blüten ist selbstbestäubend und vermehrt sich über Samen. Sie gedeiht auch heute noch in den Höhenlagen der Anden und gehört zur Gattung der Kressen in der Familie der Kreuzblütler. Die weißgelbe bis dunkelrote Wurzelknolle ist eine wertvolle Nahrungspflanze der Andenbewohner. Frische Blätter und Knolle haben einen scharfen Geschmack, der bei der Trocknung verschwindet, verwendet wird jedoch vornehmlich die Wurzelknolle (Radix lepidii).

• Wertvolle Inhaltsstoffe:

Wie bei Naturarzneimitteln allgemein ist auch hier das Zusammenspiel der vielen verschiedenen Inhaltstoffe maßgebend und nicht nur ein bestimmter Wirkmechanismus: Enthalten sind viele Vitamine (B1, B2, C, E), alle essentiellen Aminosäuren, Proteine, Eisen, Zink, Magnesium, Kalzium, Phosphor, Stärke, Mineralstoffe, Kohlenhydrate, Jod, Sterole, Alkaloide, Saponine, Tannine und Fettsäuren.
Die gesundheitsförderliche Knolle unterstützt bei Beschwerden, die von Hypertonie, chronischem Erschöpfungssyndrom, Blutarmut, hormonellem Ungleichgewicht, Menstruationsunregelmäßigkeiten, Wechseljahrsbeschwerden, Osteoporose, Depressionen, Kropfbildung bis hin zu Vitaminmangel oder Zinkmangel durch Nahrungsaufnahmestörung im Darm reichen. Außerdem dient sie der Steigerung der körperlichen Abwehr und geistigen Leistungsfähigkeit, zur Steigerung des sexuellen Verlangens und der Fruchtbarkeit.
Maca ist in Deutschland als Nahrungsergänzungs- und als Lebensmittel erhältlich. Für die Einnahme wird sie als Kapseln, Tabletten oder Extrakt angeboten, empfohlen sind etwa 5–20 Gramm pro Tag.

Elvira Bosse

Einträge 1 bis 24 von 24
D: