Tipps & Erfahrungen

Hier finden Sie nützliche Ratschläge für ein gesünderes Leben sowie Anleitungen zur Selbsthilfe bei Alltagsbeschwerden. Auch die Leserinnen und Leser von NATUR & HEILEN tragen mit eigenen Erfahrungen dazu bei, das Wissen über naturgemäßes Leben und Heilen zu erweitern.

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Glühwein: Heiß geliebt nicht nur auf Weihnachtsmärkten

Die Zutaten sind seit dem Mittelalter die gleichen geblieben: Glühwein muss lediglich Wein und Gewürze enthalten. Zudem gilt die Vorschrift, dass nur Rot- oder Weißwein (zwischen 7 bis 14,5 Prozent) sowie Zimt und Gewürznelken enthalten sein sollen. Natürlich gibt es diesen Gewürzwein, der nicht nur während der Adventszeit und kalten Tage die Seele wärmt, inzwischen in vielen Varianten.
In früheren Zeiten wurden gewürzte Weine eingekocht, und findige Geister kreierten einen besonderen Rotwein, der stark mit Honig gesüßt und mit Zimt, Nelken, Ingwer, Kardamom und Orangenschalen gewürzt wurde – den Hypocras, benannt nach dem Arzt Hippokrates. Man schrieb ihm eine gesundheitsfördernde Wirkung zu, genau wie auch den vielen Heilweinen der Hildegard von Bingen. Sie schrieb insbesondere dem Zimtbaum starke und vor allem sehr wärmende Kräfte zu: „Wer ihn oft isst, bei dem werden die Fehlsäfte gemindert und die Heilsäfte werden herbeigeführt. Wer von Gicht oder Malaria befallen ist, solle mehrmals täglich warmen Zimtwein, hergestellt aus den Blättern und dem Holz des Baumes, trinken.“
Inzwischen wird auch Bio-Glühwein angeboten, der mit weiteren aromatischen Gewürzen wie Sternanis, Piment, Vanille oder Koriander sowie mit Fruchtsäften aus Holunder, Granatapfel, Sauerkirsche, Orangen, Trauben, Apfel oder Aronia veredelt wurde – egal ob nun mit oder ohne Alkohol. Zur Süße dienen Rohrohrzucker, Rübenzucker und Traubenzucker. Auch fertige Gewürzmischungen finden sich in vielen Variationen im Bioladen.
Wird der heiße Wein in geselliger Runde draußen bei kaltem Wetter getrunken, kann es passieren, dass man nach anfänglichem, wohligem Aufwärmen bald heftiger zu frieren beginnt als zuvor. Das liegt vor allem am Alkohol, denn durch die erweiterten Blutgefäße gibt der Körper seine Wärme an die Hautoberfläche ab und kühlt von innen her aus. Die gesündere Variante zum Aufwärmen ist also die ohne Alkohol – der sogenannte Kinderpunsch.


Zimtwein

(nach Hildegard von Bingen)
Zutaten:
1–2 Zimtstangen
500 ml Rotwein
Zubereitung:
Den Rotwein mit den Zimtstangen zum Kochen bringen, das Ganze noch zehn Minuten leicht weiterkochen. Die Zimtstange entfernen und den Wein in einer Thermosflasche warmhalten.
Wirkung: Der Kräuterwein fördert den Stoffwechsel, wärmt, senkt das Fieber und lindert Erkältungen sowie Gichtbeschwerden. Mehrmals täglich ein Likörglas davon trinken.


Aus: A. A. Schwarz/R. P. Schweppe „Hildegard-Heilmittel“, Ludwig Verlag 1998

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