Tipps & Erfahrungen

Hier finden Sie nützliche Ratschläge für ein gesünderes Leben sowie Anleitungen zur Selbsthilfe bei Alltagsbeschwerden. Auch die Leserinnen und Leser von NATUR & HEILEN tragen mit eigenen Erfahrungen dazu bei, das Wissen über naturgemäßes Leben und Heilen zu erweitern.

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Heidelbeeren: Heilsame Köstlichkeit der Saison

Den ganzen Sommer lang, von Juni bis September, wachsen in den Kiefern- und Fichtenwäldern Europas und Nordamerikas blau-violette Heidelbeeren. Doch das Sammeln ist zeitaufwendig und mühsam. Und da die Beeren im Supermarkt und auf den Märkten auch nicht immer zu bekommen sind – trotz der Importe aus den Ostblockländern von 3000 - 4000 Tonnen jährlich – greift man heute gern zu Kulturheidelbeeren. Die gibt es im Sommer fast immer und überall. Sie sind zwar säuerlicher und weniger aromatisch, dafür aber größer, fester und haltbarer als die wilde Konkurrenz.

Erstaunlicherweise haben Kulturheidelbeeren doppelt soviel Kalorien wie die kleinen Wilden, nämlich 83 Kalorien pro 100 g. Wildheidelbeeren haben nur 37 Kalorien. Bei den Nährstoffen gibt es kaum Unterschiede. Beide Arten enthalten Fruchtsäuren und Pektin und neben Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium und Eisen viel Mangan (wichtig für Skelett und Nerven) sowie Vitamin A, E, B, Folsäure und Biotin in kleinen Mengen. Wilde Blaubeeren haben 22 mg Vitamin C, Zuchtbeeren nur 14 mg.

Wegen ihres Reichtums an Sekundären Pflanzenstoffen – Flavonoide, Anthocyane (im blauen Farbstoff) und Phenolsäure (Gerbstoff) – gehören Blaubeeren zu den wichtigsten Antioxidantien unter den Lebensmitteln. Sie schützen die menschlichen Zellen vor aggressiven Freien Radikalen und beugen dadurch Herzkrankheiten und Krebs vor. Gleichzeitig wird das Immunsystem gestärkt.

Daneben haben sich Heidelbeeren als besonders wirksam erwiesen bei:

• Durchfall und Verstopfung:
Frische Beeren wirken mild abführend. Gegen Durchfall helfen:

- gekochte Beeren als Saft, Kompott oder Teeaufguss. Dazu 2 EL Beeren in 150 ml Wasser 10 Minuten kochen lassen.

- Heidebeerblätter-Tee: 1 - 2 TL Blätter (vor der Beerenreife gepflückt) mit ¼ l Wasser überbrühen. 10 Minuten ziehen lassen.

- Kauen getrockneter Beeren (erhältlich in Apotheken).

- Tee aus Trockenbeeren ist jedoch empfehlenswerter, weil es bei dem Verzehr getrockneter Heidelbeeren über einen längeren Zeitrum zu Magen- und Darmreizungen kommen kann.

• Wurmerkrankungen:
Gegen Spul- und Madenwürmer hilft eine Heidelbeer-Kur. Drei Tage hintereinander werden ausschließlich Heidelbeeren gegessen. Danach ist man in der Regel nicht nur wurmfrei, sondern auch um einige Pfunde leichter.

• Augenerkrankungen:
Der blaue Farbstoff der Beeren stärkt die Elastizität der Blutgefäße. Besonders erfolgreich lässt er sich bei Augenbeschwerden einsetzen. Menschen, die unter Nachtblindheit, Lichtempfindlichkeit und anderen Augenstörungen leiden, sind gut beraten, wenn sie viel Heidelbeeren essen.

• Diabetes:
Heidelbeerblätter enthalten eine insulinähnliche Substanz, das Glukokinin, das den Blutzucker senkt. Deshalb sollten Diabetiker – am besten nach Absprache mit ihrem Arzt – häufiger Heidelbeerblätter-Tee trinken. Vor Dauergebrauch muss jedoch gewarnt werden, weil die Gefahr einer chronischen Vergiftung durch Hydrochinon besteht.

• Hautausschläge und Schuppenflechte:
Bewährt hat sich hier ein Heidelbeerblätter-Tee, 2 - 3 Tassen täglich zwischen den Mahlzeiten trinken. Unterstützend wirken Waschungen und Umschläge.

• Halsentzündungen, Rachenkatarrh und Zahnfleischentzündungen:
sprechen gut auf den gerbstoffreichen Heidelbeerblätter-Tee an. Man kann damit Mundspülungen machen oder gurgeln. Die Wirkung lässt nicht lange auf sich warten.

Heidelbeeren sind nicht nur ein bewährtes Naturheilmittel. Sie bereichern auch unsere Küche. Ob mit Joghurt oder Quark kombiniert, als Saft, Kompott oder in Kaltschalen – Blaubeeren schmecken einfach vorzüglich. Nicht zu vergessen die Konfitüre und frischer Blaubeer-Kuchen.

I.A.

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