Tipps & Erfahrungen

Hier finden Sie nützliche Ratschläge für ein gesünderes Leben sowie Anleitungen zur Selbsthilfe bei Alltagsbeschwerden. Auch die Leserinnen und Leser von NATUR & HEILEN tragen mit eigenen Erfahrungen dazu bei, das Wissen über naturgemäßes Leben und Heilen zu erweitern.

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Heilkraut aus der Kälte: Vogelmiere

Kaum eine Heilpflanze wird so unterschätzt wie die Vogelmiere. Klein und unscheinbar, mit winzigen weißen Blüten scheint es, als würde sie über den Boden kriechen. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um ein Kraut von großer Widerstandskraft, das das ganze Jahr über blüht und selbst Frost und Kälte übersteht.
Vogelmiere (Stellaria media), die zu der Familie der Nelkengewächse zählt, wächst wild an Wegrändern, auf Wiesen und in Wäldern. Vögeln bietet sie auch im Winter Nahrung (daher der Name Vogelmiere). Das frische blühende Kraut, das man auch unter einer Schneedecke finden kann, eignet sich als Salatzutat und für Smoothies. Nicht verwechselt werden sollte es allerdings mit Ackergauchheil, einer ähnlichen, aber bitteren Wildpflanze.
Für Heilzwecke wird das Kraut der Vogelmiere im Frühjahr gesammelt und zum Trocknen an der Luft aufgehängt.
Zu den Inhaltsstoffen gehören Kalium, Saponine und weitere Sekundäre Pflanzenstoffe, die die erstaunliche Stabilität und Heilkraft der Pflanze ausmachen.
Die Heilwirkungen sind vielfältig: Vogelmiere hilft gegen Husten und Lungenleiden. Sie ist Bestandteil verschiedener Hustentees und hat sich bewährt bei Nieren- und Blasenentzündung. Auch bei Leberstau wird sie eingesetzt. Gegen rote, entzündete Augen helfen Kompressen mit Vogelmierentee. Gleichzeitig soll die Sehkraft gestärkt werden.
Pfarrer Kneipp, der Vogelmiere sehr schätzte (er nannte sie seltsamerweise „Hühnerdarm“) empfahl Umschläge mit Teeauszügen gegen Ausschläge und Geschwüre. In der Homöopathie wird Stellaria media vor allem bei Gelenkrheuma und Leberleiden verschrieben.
Der Tee wird folgendermaßen zubereitet: Man übergießt 2 Teelöffel des Krauts mit ¼ Liter kochendem Wasser, 5 bis 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen. Davon zweimal täglich eine Tasse trinken.



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