Tipps & Erfahrungen

Hier finden Sie nützliche Ratschläge für ein gesünderes Leben sowie Anleitungen zur Selbsthilfe bei Alltagsbeschwerden. Auch die Leserinnen und Leser von NATUR & HEILEN tragen mit eigenen Erfahrungen dazu bei, das Wissen über naturgemäßes Leben und Heilen zu erweitern.

Suche in Tipps & Erfahrungen:
0-9|A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|XY|Z

Im Trend: Tempeh auf Sojabasis

Eine echte Bereicherung der veganen Küche (und nicht nur der) ist ein Produkt, das in Indonesien schon lange Tradition hat. Dort stellt man durch Fermentation von Sojabohnen Tempeh her – eine Art „Sojabohnenquark“, ähnlich wie Tofu. Die Herstellung ist kompliziert und langwierig. Zuerst werden die gewaschenen Sojabohnen 24 Stunden lang eingeweicht. Dann kocht man sie rund zehn Minuten, schüttet das Kochwasser weg und löst die Schalen ab. Jetzt werden die Bohnen wieder gekocht – gut 30 Minuten im Dampfkochtopf. Anschließend folgt der wichtigste Produktionsvorgang, nämlich das „Impfen“ der weichen Bohnenmasse mit Schimmelpilzkulturen (Rhizopus oligosporus). Danach werden die Bohnen in dicht schließende Behälter gefüllt und zwei Tage lang bei 30 °C „bebrütet“.
Im Gegensatz zu Tofu ist Tempeh durchsetzt von kleinen weichen Bohnenkernen. Er hat einen feinen, milden Geschmack – nussig und pilzartig. Weil bei der Herstellung kein Salz verwendet wird, muss Tempeh in Salzwasser oder würziger Soße (z. B. Sojasoße) mariniert werden. Danach kann man ihn fritieren oder in Öl anbraten (etwa fünf Minuten). Zu Tempeh passen alle möglichen Gemüsesorten wie Paprika, Auberginen, Pilze, Chinakohl, Brokkoli, Sellerie und Möhren, die mit Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer kräftig angebraten werden.
Tempeh ist außerdem eine hervorragende Nährstoffquelle. Er enthält 18 bis 20 Prozent hochwertiges Eiweiß, 5 bis 12 Prozent Kohlenhydrate und ist reich an Vitamin A, D, B6 und B12. Außerdem hat er viele Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Kalium, Natrium und Eisen sowie Sekundäre Pflanzenstoffe (Isoflavone) und Antioxidantien. Tempeh stärkt zudem die Immunabwehr, hilft gegen Osteoporose, fördert die Verdauung und wirkt unterstützend bei Darmproblemen.
Naturkostläden und Reformhäuser führen Tempeh zwar häufig nicht, sind aber meist gerne bereit, das Produkt zu bestellen. Das hat den Vorteil, dass man es ganz frisch servieren kann.

Einträge 1 bis 3 von 3
I: