Tipps & Erfahrungen

Hier finden Sie nützliche Ratschläge für ein gesünderes Leben sowie Anleitungen zur Selbsthilfe bei Alltagsbeschwerden. Auch die Leserinnen und Leser von NATUR & HEILEN tragen mit eigenen Erfahrungen dazu bei, das Wissen über naturgemäßes Leben und Heilen zu erweitern.

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Kamut – das Urgetreide aus Pharaonen-Gräbern

Wiederentdeckt wurde jetzt eine Getreidesorte, die lange Zeit in Vergessenheit geraten war: das Urgetreide Kamut. Die Geschichte seiner Entdeckung ist spannend wie ein Abenteuer-Roman: Nach dem 2. Weltkrieg soll ein amerikanischer Air-Force-Pilot in einer alt-ägyptischen Grabstätte eine Handvoll Körner gefunden und mit in die USA genommen haben. Erste Versuche, das Getreide anzubauen, scheiterten. Doch 1977 hatten zwei Farmer, Experten im Weizenanbau, mehr Glück. Sie säten die letzten übrig gebliebenen Körner aus. Und – oh Wunder! – sie entwickelten Wurzeln, trieben Sprösslinge, und irgendwann konnten die ersten Körner geerntet werden.

1990 wurde das Getreide vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium als neue Sorte GK-77 anerkannt. Seine Entdecker gaben ihr einen alt-ägyptischen Namen: Kamut – „Seele der Erde“.
Züchterisch ist die Pflanze weder manipuliert noch gentechnisch verändert worden. Angebaut wird Kamut heute in Montana/USA ausschließlich biologisch.

Das Urgetreide hat große, hellbraune Körner. Es ist reicher an Nährstoffen als herkömmlicher Weizen. Sein Eiweißgehalt liegt bei 17,3 g je 100 g. Üblicher Weizen hat 12,3 g. Der Fettgehalt beträgt 2,6 g gegenüber 1,9 g.
Auch an Vitaminen ist Kamut dem Weizen überlegen. Neben Vitamin E enthält es sämtliche Vitamine der B-Gruppe, fast alle mit höheren Werten. Ausnahme: Vitamin B6 und Pantothensäure. Hier bleibt Weizen der Sieger.
Bei Mineralstoffen und Spurenelementen schneidet Kamut ebenfalls gut ab. Calcium, Magnesium sind ebenso wie Eisen, Zink und zellschützendes Selen in höherer Dosierung vorhanden.

Aufgrund des hohen Proteingehalts und ausreichend Klebereiweiß ist Kamut (erhältlich im Reformhaus und Naturkostläden) vielseitig in der Küche verwendbar. Feines Gebäck wie Kekse, Kuchen und Waffeln lassen sich ebenso gut daraus herstellen wie Getreidegerichte, Nudeln und Brot. Das Gebäck ist von leichter, lockerer Konsistenz. Es hat einen nussigen Geschmack und fällt auf durch seine schöne sonnengelbe Farbe. Beim Brot aus Urweizen werden die saftige Krume und die lange Haltbarkeit geschätzt.
Backerzeugnisse aus Kamut sind leicht verdaulich und gut sättigend. Das Getreide gibt Kraft, stärkt die Nerven und wirkt sich durch den hohen Ballaststoffgehalt positiv auf die Verdauung aus.

Noch eine gute Nachricht für Weizen-Allergiker. Untersuchungen der „International Food Allergy Association“ (IFAA) ergaben, dass 70 % der Weizenallergiker Kamut problemlos vertrugen.

I.A.

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