Tipps & Erfahrungen

Hier finden Sie nützliche Ratschläge für ein gesünderes Leben sowie Anleitungen zur Selbsthilfe bei Alltagsbeschwerden. Auch die Leserinnen und Leser von NATUR & HEILEN tragen mit eigenen Erfahrungen dazu bei, das Wissen über naturgemäßes Leben und Heilen zu erweitern.

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Konjakwurzel – besonders wirksam zur Gewichtsreduktion

Die Japaner verwenden sie seit über 1.500 Jahren und sprechen ihr sogar lebensverlängernde Heilkräfte zu. Höchste Zeit, dass die Konjakwurzel, die Knolle der eindrucksvollen Teufelszunge (Amorphophallus konjac), auch bei uns bekannt wird. Aus der Wurzel, die in roher Form giftig ist, wird ein Mehl gewonnen, welches reich an dem Ballaststoff Glucomannan ist. Dieser kann bis zur 50-fachen Menge seiner Eigenmasse an Wasser speichern! Treffen die Glucomannane im Verdauungstrakt auf Flüssigkeit, nehmen sie stark an Volumen zu, und das Sättigungsgefühl bleibt lange Zeit bestehen. Zudem senken Glucomannane die Blutkonzentration des appetitanregenden Hormons Ghrelin. 3 g Konjakwurzel-Pulver pro Tag werden von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zur Gewichtsreduzierung empfohlen. Die Wurzel unterstützt die guten Darmbakterien, ist reich an Mikronährstoffen, hat wenig Kalorien und ist glutenfrei. Studien konnten bestätigen, dass Konjak einer Insulinresistenz vorbeugen und den Blutzucker regulieren kann. Zudem wirkt die Wurzel cholesterinsenkend und reduziert das Risiko für die koronare Herzkrankheit.
In der EU wird das Mehl der Konjakwurzel unter der Bezeichnung E 425 als Verdickungsmittel, Emulgator, Füllstoff und Geliermittel verwendet. Es gilt als gesundheitlich unbedenklich und wird gern als vegane Alternative zu Gelatine oder als Ersatz für Meeresfrüchte eingesetzt.
Auch Kosmetikfirmen bieten Konjak als Schwämme in ihrem Sortiment an. Diese verwandeln sich durch Wasserkontakt in ein weiches Waschutensil, welches die Haut schonend und tief reinigt und sie samtzart werden lässt. Die basische Pflanzenfaser mildert Hautrötungen und reduziert die Neigung zu Unreinheiten.
In der Küche begegnen wir der Konjakwurzel vor allem in Form von Reis, Nudeln, Pulver oder Gelee. Relativ bekannt sind die japanischen Shirataki-Nudeln, die man am liebsten in Eintöpfen oder Suppen genießt. Zum Backen bietet sich das Pulver als gesundes Verdickungsmittel an, das gut zu einem beliebigen Mehl zugefügt werden kann.
In seltenen Fällen kann es bei Einnahme zu Magen-/Darmbeschwerden oder Reizhusten kommen. Bei genügend zusätzlicher Flüssigkeitsaufnahme besteht jedoch kaum Grund zur Besorgnis.

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