Tipps & Erfahrungen

Hier finden Sie nützliche Ratschläge für ein gesünderes Leben sowie Anleitungen zur Selbsthilfe bei Alltagsbeschwerden. Auch die Leserinnen und Leser von NATUR & HEILEN tragen mit eigenen Erfahrungen dazu bei, das Wissen über naturgemäßes Leben und Heilen zu erweitern.

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Quendel: die kleine „Schwester“ des Thymian

Nur wenigen Menschen ist bekannt, dass Thymian, der in den warmen Mittelmeerländern wächst, eine „Schwester“ hat, die in unseren kühleren Breiten bestens gedeiht. Es ist der Quendel, auch Feldthymian genannt.
Er bevorzugt trockene, steinige Böden, Felsen und Waldwiesen und entzückt im Sommer durch seine zartrosa Blüten. Thymian wird hingegen etwas höher und hat hellrosa bis purpurrote Blüten.

Die Germanen weihten Quendel Freya, der Göttin der Liebe und Schönheit. Im Mittelalter wurde die Pflanze wegen ihres aromatischen Duftes als „Marienbettstroh“ der Heiligen Maria gewidmet.
Quendel enthält ätherische Öle, darunter Thymol und Eucalyptol, sowie Gerb- und Bitterstoffe sowie Flavonoide. Er wirkt ähnlich wie Thymian krampflösend und desinfizierend, regt den Appetit an, unterstützt die Fettverdauung, hilft gegen Blähungen und Darmbeschwerden. Außerdem hat Quendel eine günstige Wirkung auf Lunge und Bronchien und lindert quälenden Husten.

Äußerlich eignet sich die Pflanze zur Wundbehandlung bei Verstauchung und blauen Flecken, sie wird aber auch zum Gurgeln und für Bäder gegen Rheuma und Gicht genutzt.

Für einen Tee werden 1 bis 2 gehäufte Teelöffel mit ¼ Liter kochendem Wasser überbrüht. Zehn Minuten ziehen lassen. Bei Magen- und Darmerkrankungen, Husten, Bronchitis und Schnupfen dreimal täglich eine Tasse davon trinken.
Wegen seines würzigen Geschmacks eignet sich das Quendel-Kraut hervorragend zum Aromatisieren von Suppen, Geflügel, Eintopf, Eierspeisen und Pilzen. Dass die Speisen dadurch auch noch leichter verdaulich werden, ist eine willkommene Zugabe.

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