Tipps & Erfahrungen

Hier finden Sie nützliche Ratschläge für ein gesünderes Leben sowie Anleitungen zur Selbsthilfe bei Alltagsbeschwerden. Auch die Leserinnen und Leser von NATUR & HEILEN tragen mit eigenen Erfahrungen dazu bei, das Wissen über naturgemäßes Leben und Heilen zu erweitern.

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Ungewöhnliche Delikatesse: Süßkartoffeln

Relativ selten verwendet werden bei uns immer noch die schmackhaften Süßkartoffeln (Ipomoea batatas), auch „Batate“, „Weiße Kartoffel“ oder „Knollenwinde“ genannt.
Dabei handelt es sich um eine mehrjährige Kletterpflanze, deren bis zu vier Meter lange Stängel über den Boden „kriechen“. Mit unseren weißfleischigen Kartoffeln (Solanum tuberosum) ist die Süßkartoffel nur entfernt verwandt. Für den Verzehr eignen sich sowohl die herzförmigen Blätter als auch die kugelförmigen und länglichen Wurzeln mit den spitzen Enden.
Die Farbpalette der Batate reicht von gelb, weiß, rot, orange über rosa bis violett. Rote und gelbe Süßkartoffeln schmecken am besten. Sie können bis zu 1,5 Kilogramm schwer werden.
Als Heimat der Bataten gilt Mittelamerika. Heute wird sie in fast allen tropischen Ländern angebaut, auch in europäischen Ländern wie Italien, Spanien und Portugal. Der größte Produzent weltweit ist allerdings China. Im europäischen Klima würde sie nicht gedeihen, denn bei Frost sterben die Pflanzen ab.
Bataten gehören zu den nährstoffreichsten Gemüsesorten überhaupt. Der süßliche Geschmack beruht auf ihrem hohen Gehalt an Zucker. Darüber hinaus enthält die Knolle vor allem die sogenannte Bataten- oder Süßkartoffelstärke, außerdem ist sie reich an Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Zink. Der Gehalt an Beta-Carotin (Vitamin A) ist fast so hoch wie der von Karotten, verschiedene B-Vitamine (darunter Folsäure) und Vitamin E sind ebenso in hohem Maße zu finden.
Die bunten Knollen sind also echte Energiespender. Sie stärken zudem das Immunsystem, entwässern und fördern die Verdauung, in ihren Schalen ist eine Substanz enthalten, die Cholesterin senken soll.
Wer Süßkartoffeln zum ersten Mal isst, wird erstaunt sein über ihren kräftigen süßen Geschmack. Zubereiten lassen sie sich auf vielerlei Weise: Man kann sie schälen oder mit der Schale kochen, im Ofen backen, braten und frittieren, selbst der Rohverzehr ist möglich. Die Kochzeit beträgt 15 bis 20 Minuten.
Bei uns gehören Süßkartoffeln bisher noch zu den Raritäten. Eine Bereicherung der Küche sind sie allemal – ihr süßer Geschmack, der durch Gewürze wie Paprika, Senf, Orangenschale, Kreuzkümmel oder Zitronensaft eine pikante Note erhält, stellt eine willkommene Ergänzung des üblichen Gemüseangebotes dar.

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