Tipps & Erfahrungen

Hier finden Sie nützliche Ratschläge für ein gesünderes Leben sowie Anleitungen zur Selbsthilfe bei Alltagsbeschwerden. Auch die Leserinnen und Leser von NATUR & HEILEN tragen mit eigenen Erfahrungen dazu bei, das Wissen über naturgemäßes Leben und Heilen zu erweitern.

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Waldmeister: Ein aromatisches Kraut zum Genießen

Hört man das Wort „Waldmeister“, so fällt einem sofort die Mai-Bowle ein, die traditionell zum 1. Mai zubereitet wird, aber natürlich auch den ganzen Monat bis in den Juni hinein genossen werden kann.
Waldmeister ist nicht nur wegen seines köstlichen Aromas, sondern auch aufgrund seiner Heilwirkungen beliebt, denn er wirkt vor allem krampflösend und beruhigend sowie leber- und nierenstärkend. Die Hauptwirkung wird dem Inhaltsstoff Cumarin zugeschrieben, dieser kann jedoch bei Überdosierung auch Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schwindel sowie Kopfschmerzen auslösen. Ein moderater Einsatz von Waldmeisterkraut schadet aber nicht.
Der Waldmeister ist eine typische Pflanze unserer heimischen Laubwälder. Insbesondere dort, wo viele Buchen wachsen, siedelt er sich gerne in großen Mengen an. Die Pflanze lässt sich auch sehr gut im heimischen Garten anpflanzen. Sie braucht nicht mehr als ein schattiges oder halbschattiges Plätzchen und kalkhaltigen Boden.
In der Naturheilkunde wird Waldmeister als Tee oder in Teemischungen gegen Kopfschmerzen und Migräne eingesetzt, aber auch bei Periodenkrämpfen, Unruhe, Schlaflosigkeit und Durchblutungsstörungen. Dazu verwendet man das blühende Kraut. Die Blutgerinnung wird durch Cumarin vermindert, sodass das Blut besser fließt, blutende Wunden aber schlechter heilen. Bei Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten ist Waldmeister also nicht geeignet.

Barbara Kunick-Wünsche

Waldmeister-Bowle
Zutaten: eine Flasche Weißwein, eine Flasche Sekt, ein Büschel Waldmeister, ein Zweig Minze, eine Scheibe Zitrone, (Rohr-)Zucker nach Geschmack.
Zubereitung: Waldmeister vor der Blütezeit ernten, waschen und ein paar Stunden welken lassen, dadurch intensiviert sich der Geschmack. Wer es eilig hat, kann den Waldmeister eine halbe Stunde in das Gefrierfach legen, dies erhöht ebenso sein Aroma.
Weißwein, Minze, Zitrone und Zucker in ein geeignetes Gefäß geben. Den Waldmeister zu einem kleinen Strauß binden und kopfüber in die Flüssigkeit hängen. Die Stielansätze bleiben draußen, da sie Bitterstoffe enthalten. Zwei Stunden im Kühlschrank ziehen lassen, dann mit Sekt aufgießen.

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