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  • #181671
    Federchen
    Teilnehmer

    In letzter Zeit habe ich immer öfter das Gefühl, dass ich etwas erkläre und beim Gegenüber kommt trotzdem etwas völlig anderes an. Das frustriert mich, weil ich eigentlich denke, dass ich mich klar ausdrücke, aber anscheinend rede ich zu sehr aus meiner eigenen Perspektive. Gerade im Job führt das bei mir manchmal zu unnötigen Diskussionen oder peinlichen Rückfragen.

    Frage: Ich möchte persönlich lernen, meine Aussagen so zu formulieren, dass mein Gegenüber sie wirklich versteht, ohne dass ich mich ständig wiederholen oder rechtfertigen muss – wie geht ihr damit um und welche konkreten Schritte helfen euch dabei?

    #181679
    Anni Ka
    Teilnehmer

    Mir hat es geholfen, erstmal zu akzeptieren, dass ich oft in meiner „Senderlogik“ hänge und automatisch voraussetze, dass mein Gegenüber denselben Kontext hat wie ich. Dann bin ich auf den Artikel hier gestoßen, der mir den Begriff „adressatengerecht“ endlich greifbar gemacht hat. Besonders hängen geblieben ist bei mir die Idee, konsequent aus der Empfängersicht zu denken und lieber einfacher zu formulieren, statt mit Fachbegriffen „beeindrucken“ zu wollen.

    Seitdem versuche ich, vor wichtigen Gesprächen kurz zu überlegen: Was weiß die Person schon, was braucht sie wirklich, und welche Wörter könnten missverständlich sein? Ich frage außerdem häufiger aktiv nach, ob meine Botschaft so angekommen ist, wie ich sie meine, statt einfach weiterzureden. Auch kleine Beispiele oder Bilder aus dem Alltag helfen mir, weil sie schneller verstanden werden als abstrakte Erklärungen. Und wenn ich merke, dass jemand abschaltet, kürze ich radikal und bringe nur noch den Kernpunkt, statt alles „vollständig“ erklären zu wollen. Das wirkt bei mir nicht nur klarer, sondern nimmt auch viel Druck aus der Situation.

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