Ihre Namen klingen wie aus einem Zauberbuch: Gartenmelde, Knollenziest, Rübstielchen oder Blauer Schwede. Doch was sich hinter diesen Namen verbirgt, ist keine magische Zauberformel, sondern es sind alte Gemüsesorten, die weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Zumindest bis vor Kurzem, denn inzwischen haben die historischen Köstlichkeiten wieder Einzug in die hiesige Küche gehalten. Die Renaissance der Vergessenen ist dabei vor allem Hobbygärtnern, Biobauern und Gastronomen zu verdanken, die stets auf der Suche nach Neuem, Ungewöhnlichem und Regionalem sind.
Dass viele der alten Gemüsesorten seit Mitte des 20. Jahrhunderts allmählich in der Versenkung verschwunden sind, hat vor allem wirtschaftliche Gründe. Durch die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft, maschinelle Erntemöglichkeiten und die damit einhergehende Aussicht auf höhere Erträge sind in etwa 75 % der alten schmackhaften Sorten verschwunden. Zwar sind alte Gemüse oft genügsam, was die Bodenqualität betrifft, doch erfordert ihr[…]




