Der Omega-3-Index
Einer der wichtigsten Blutmarker für unsere Gesundheit

Was die Versorgung mit lebensnotwendigen Omega-3-Fettsäuren betrifft, wird häufig die Ansicht vertreten, mit dem Konsum von Leinöl und Walnüssen könne man seinen täglichen Bedarf an Omega-3 decken. Ein Irrtum, der u. a. dazu führt, dass der Omega-3-Index der deutschen Bevölkerung ausgesprochen schlecht ist – und die Rate an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz und chronisch-entzündlichen Krankheiten entsprechend hoch. Ein hoher Index wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus, spielt eine Rolle für den Aufbau und die Funktion des Gehirns sowie bei kognitiven Leistungen und psychischen Erkrankungen. Für die Muskulatur und bestimmte Lebererkrankungen ist der Omega-3-Index, den man ganz einfach im Blut bestimmen lassen kann, ebenfalls von Bedeutung, weitere Zusammenhänge werden derzeit erforscht. Der Kardiologe und Fettsäureforscher Prof. Dr. Clemens von Schacky bringt im Gespräch mit Antje Maly-Samiralow Ordnung in eine Debatte, die leider noch viel zu oft auf Fehlinformationen und Missinterpretationen beruht.
Interview mit dem Kardiologen und Fettsäureforscher Prof. Dr. Clemens von Schacky Herr Prof. von Schacky, vor dem Verzehr von Omega-6-Fettsäuren wird immer öfter gewarnt, während der Verzehr von Omega-3-Fettsäuren empfohlen wird. Würden Sie das unterschreiben? Das sind pauschale Aussagen, die so nicht haltbar sind und differenziert werden müssen. Grundsätzlich brauchen wir sowohl Omega-3- als auch Omega-6-Fettsäuren. Wenn wir über Omega-3[…]




