Seit Jahrtausenden wird sie in spirituellen Traditionen genutzt: die heilende Kraft von Worten – sei es in Form von gesprochenen oder gesungenen Mantras oder tief im Herzen empfundenen Gebeten, die eine Verbindung zwischen uns und dem Göttlichen herstellen. Ähnlich wie beim Meditieren kann regelmäßiges Beten den Geist beruhigen und die emotionale Stabilität fördern. Ein einziges Wort wie das Mantra Om ist imstande, durch seine rhythmische Wiederholung und seine Schwingung unseren Geist, unsere Emotionen und auch unseren Körper zu beeinflussen.
Worte sind tatsächlich nicht bloß ein Mittel der Kommunikation: Sie haben eine tiefgreifende Wirkung auf unser Wohlbefinden, im positiven wie im negativen Sinne. Sie können trösten, motivieren – oder verletzen. Sie können Zuversicht vermitteln, Hoffnung geben und somit körperliche und seelische Heilungsprozesse unterstützen – oder entmutigen. Daher ist es wichtig, dass wir die Worte und Sätze, die wir tagtäglich verwenden, sehr genau und umsichtig auswählen.
Wenn wir uns gewahr werden, welche Macht in jedem Wort, das wir denken oder aussprechen, liegt, können wir dieses Wissen gezielt dazu nutzen, unsere Sprache von negativ wirkenden Ausdrücken zu befreien und sie stattdessen durch positive wie Liebe, Freude oder Dankbarkeit zu ersetzen. Diese Gefühle steigern nicht nur unsere eigene Stimmung, sondern sie beeinflussen auch das emotionale Klima in unserer Umgebung.
Stärkende Worte und ein Herz voller Zuversicht fördern die Genesung. Diese resultiert meist nicht aus einem schnellen Schritt, sondern sie ist das Ergebnis vieler kleiner Fortschritte. Jeder ruhige Moment, jeder positive Gedanke und jede freundliche Handlung trägt dazu bei, den Körper auf dem Weg der Besserung zu unterstützen und uns mit unserer Seele rückzuverbinden.
Anne Devillard
und das Redaktionsteam von NATUR & HEILEN

