Eigenbluttherapie in der Orthopädie
Hoffnung bei Gelenkverschleiß und Akutverletzungen

Die Eigenbluttherapie ist ein medizinisches Verfahren, das die Selbstheilungskräfte des Körpers anregt. Sie kommt besonders effektiv in der Orthopädie zum Einsatz, z. B. bei Arthrose, Knorpelschäden, Meniskus-, Sehnen- und Bandverletzungen, Schleimbeutel- und Sehnenentzündungen sowie bei chirurgischen oder anderen Wunden. Auch in der Dermatologie, Zahnheilkunde und Allgemeinmedizin spielt die Reiz- und Regulationstherapie eine unterstützende Rolle. Mithilfe von Eigenblutbehandlungen können nicht nur Schmerzen gelindert und Heilungsprozesse beschleunigt werden, sondern teilweise auch Operationen hinausgezögert oder sogar ganz vermieden werden. Irene Dalichow hat für NATUR & HEILEN mit dem Münchner Orthopäden und Unfallchirurgen Dr. Philipp Vorauer gesprochen, der die Eigenbluttherapie seit vielen Jahren erfolgreich in seiner Praxis einsetzt.
Interview mit dem Orthopäden Dr. Philipp Vorauer Herr Dr. Vorauer, seit wann gibt es die Eigenbluttherapie? Die Eigenbluttherapie hat eine lange Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Erste Experimente damit gab es bereits 1874. Um das Jahr 1905 herum erfolgten dann Versuche mit Eigenblut zur Unterstützung von Heilungsprozessen bei Knochenbrüchen. In den 1960er-Jahren wurde zudem versucht, mit der Eigenbluttherapie[…]




