Endometriose
Eine rätselhafte Erkrankung erkennen, verstehen und behandeln
Endometriose zählt in der Frauenheilkunde zu den häufigsten gutartigen Erkrankungen. Im Schnitt dauert es etwa 7 bis 10 Jahre, bis die Betroffenen die Ursache ihrer Beschwerden erfahren – ein langer Leidensweg, der durch Symptome wie zyklische, teils wehenartige Unterbauch- und Rückenschmerzen, unerfüllten Kinderwunsch sowie Schmerzen beim Sex, während des Wasserlassens oder Stuhlgangs gekennzeichnet ist. Grund dafür sind Gebärmutterschleimhaut-Inseln an nicht dafür vorgesehenen Stellen im Körper, die eine Art Eigenleben entwickeln. Was genau hat es auf sich mit dieser rätselhaften Erkrankung, die häufig auch als Chamäleon der Frauenheilkunde bezeichnet wird?
Endometriose bezeichnet das Vorkommen von der Gebärmutterschleimhaut ähnlichem Drüsen- und Bindegewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle, z. B. an den Eierstöcken, am Bauchfell oder im kleinen Becken. Diese Herde reagieren hormonabhängig auf den Menstruationszyklus, können Entzündungsreaktionen auslösen und sind häufig mit chronischen Schmerzen verbunden. Weltweit sind schätzungsweise 10 bis 15 % aller Frauen betroffen – allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 40.000[…]




