
Die Fiebertherapie erlebte ihre Blütezeit im 20. Jahrhundert in der Behandlung schwerer Infektionserkrankungen, geriet mit dem Aufkommen von Antibiotika jedoch zunehmend in Vergessenheit. Erst in den letzten Jahrzehnten hat man die positive Wirkung gezielter Hitzeanwendungen wiederentdeckt und weiterentwickelt. Die heutigen Verfahren, die vor allem im Rahmen der Komplementärmedizin zum Einsatz kommen, reichen von klassischen Überwärmungsbädern über aktive Hyperthermie-Anwendungen mit Mistel-Injektionen bis hin zu hochmodernen Strahlenbehandlungen. Angewendet wird die Fiebertherapie vor allem bei hartnäckigen chronischen Erkrankungen, Infektionskrankheiten, unterstützend in der Krebstherapie – und teilweise auch bei Erschöpfungszuständen und Depressionen.
Die heilsame Wirkung von Fieber können vor allem Eltern aus eigener Erfahrung bestätigen: Gibt man nicht sofort ein Zäpfchen, sobald das Kind anfängt zu fiebern, wird das Immunsystem auf natürliche Weise aktiviert, Bakterien und Viren werden geschwächt, und oftmals ist das Kind am nächsten Tag wieder gesund und aktiv. Diese positiven Effekte einer starken Überwärmung des Körpers machte man sich[…]




