
Chalcedon für die Atmungsorgane, Amethyst als Detoxmittel, Bergkristall für den Energieaufbau, Topas zur Unterstützung des Immunsystems – so lauteten bereits im Mittelalter einige Empfehlungen der heilkundigen Äbtissin Hildegard von Bingen zur Anwendung von Heilsteinen. Doch die Ursprünge der Lithotherapie, der Steinheilkunde, reichen noch sehr viel weiter zurück als die Schriften der berühmten Mystikerin. Bereits vor über 5.000 Jahren nutzten Menschen in fast allen Regionen der Erde Edel- und Natursteine zu Heilzwecken. Mit der Verbreitung der modernen Pharmakologie etwas in Vergessenheit geraten, findet die Lithotherapie seit einigen Jahren wieder verstärkt Beachtung in naturheilkundlich orientierten Praxen, deren Behandlungserfolge auf Körper und Seele von der heilenden Kraft der Steine zeugen.
Ob bei den Etruskern, Mayas, Azteken, Inkas, Indianern, Ägyptern oder den alten Griechen – die Zeugnisse der Verwendung von Edel-, Halbedel- und Natursteinen zu Heilzwecken reichen bereits Tausende von Jahren zurück und sind in nahezu jeder Region der Erde zu finden. Die Lithotherapie (griech. lithos: Stein und therapeia: Pflege) gehört damit zu den ältesten Heilkünsten der Menschheit überhaupt und existierte[…]




